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/ 18.06.2013
Konrad Watrin

Shock and Awe. 11. September - Irak-Krieg. Masterplan für die arabische Welt. Renaissance Europas oder US-Hegemonie

München: Olzog 2003; 256 S.; pb., 14,90 €; ISBN 3-7892-8131-X
In einer im lockeren Spiegel-Stil geschriebenen „journalistischen Momentaufnahme" (10) befasst sich Watrin mit den Umbrüchen in der amerikanischen Außenpolitik seit dem 11. September. Seine Hauptthese ist die vom Fortbestehen eines militärisch-industriellen Komplexes, der zusammen mit den „fundamentalistischen Neokonservativen" um Bush die USA regiere (10). Ihnen unterstellt er aber nicht nur einen Krieg um das Öl des Irak. Vielmehr glaubt er, dass es letztlich um den Zugang zu den Bodenschätzen vom Kaukasus bis zum Kaspischen Meer, im Mittleren Osten und auf der arabischen Halbinsel ging - mithin also um das ganz große geopolitische Spiel. Dies thematisiert er in seinem Überblick über die Ereignisse im Vorfeld des Irak-Krieges, während der Kampfhandlungen und danach. Mehr als eine Momentaufnahme, in der viele Fakten zusammengetragen werden, die vorher in den Medien standen, ist dabei nicht herausgekommen. Das Buch wird zudem noch sehr von bloßen Meinungsäußerungen geprägt. Wissenschaftliche Literatur wurde nicht verarbeitet.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.224.412.632.64 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Konrad Watrin: Shock and Awe. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20204-shock-and-awe_23533, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23533 Rezension drucken
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