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/ 04.06.2013
Friedrich Schreiber

Schalom Israel. Nachrichten aus einem friedlosen Land

München: C. H. Beck 1998; 354 S.; geb., 48,- DM; ISBN 3-406-43339-1
Der Autor, der als Auslandskorrespondent neun Jahre in Israel so dramatische Ereignisse wie u. a. die Intifada, den Golfkrieg, den schwierigen Friedensprozeß und die Ermordung Jitzchak Rabins miterlebte, legt zum 50. Jahrestag ein Porträt des jüdischen Staates vor, in dem sich historische Analyse mit journalistischer Recherche verbinden. Der Titel steht für die Zerrissenheit des Landes und für seine (latente) Ruhelosigkeit. Das Buch handelt von den Ursprüngen und Vorgängen, die den Staat Israel entstehen ließen, von den Entwicklungen, die zum modernen Israel von heute führten, sowie von seinen Charakteristika: u. a. von den Spannungen zwischen den Juden europäischer und orientalischer Herkunft, den Gegensätzen zwischen einem säkular ausgerichteten Israel und einer ultraorthodoxen Minderheit und schließlich auch dem Generationskonflikt zwischen den idealistischen Zionisten (den "Pionieren") und denjenigen jungen Israelis, die mit westlichen Konsumgewohnheiten aufwachsen wie Jugendliche in anderen Ländern auch. Dabei geht es immer auch um die Araber Israels und um ihre Existenz. Schreiber konnte seine Schilderung u. a. auf Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten, wie z. B. Schamir, Rabin oder Arafat, stützen.
Petra Beckmann-Schulz (Bm)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.634.41 Empfohlene Zitierweise: Petra Beckmann-Schulz, Rezension zu: Friedrich Schreiber: Schalom Israel. München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5446-schalom-israel_7128, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 7128 Rezension drucken
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