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/ 18.06.2013
Gabriele Gorzka / Peter W. Schulze (Hrsg.)

Russlands Perspektive: Ein starker Staat als Garant von Stabilität und offener Gesellschaft

Bremen: Edition Temmen 2002; 352 S.; hardc., 20,90 €; ISBN 3-86108-343-4
Ist Russlands Zukunft wieder einmal in einem starken Staat als dem Garanten der gesellschaftlichen Stabilität zu finden? Die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes, der auf eine Fachtagung im November 2001 zurückgeht und die vom Moskauer Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Ost-West-Wissenschaftszentrum der Universität Kassel veranstaltet wurde, sehen Putins Politik kritisch: „Das Phänomen, dass der Präsident seine verfassungsmäßige starke Stellung nutzt, um seine Reformvorstellungen durchzusetzen und mit geschickter Strategie die parlamentarischen Institutionen Duma und Föderationsrat in eine schwache Position manövriert sowie Medien und Gerichtsbarkeit als Instrument politischer Machtausübung einsetzt, wird von politischen Beobachtern als Zeichen dafür gewertet, dass sich in Russland zurzeit eine von oben ‚gelenkte Demokratie' etabliere und dass auch zukünftig das Risiko einer Verschärfung hin zu autoritären Machtstrukturen bestehe." (8) Inhalt: Gabriele Gorzka: Einführung. Russlands Perspektive: ein starker Staat als Garant von Stabilität und offener Gesellschaft? (7-11). I. Politik: Peter W. Schulze: Demokratiedefizit als Legitimationsproblem im Neuen Russland (15-37); Hans-Henning Schröder: Zwei Jahre Putin (39-66); Galina Michaleva: Die Entwicklung des Parteiensystems in Russland (67-95); Boris Makarenko: Das Parteiengesetz von 2001 und die Parteienlandschaft in Russland (97-112); Andrej Sacharow: Die Staatsduma und die Präsidentschaft Wlamimir Putins (113-120); Pjotr Fedossow: die Entwicklung des russischen Bikameralismus-Modells (121-131); Hellmut Wollmann: Entwicklung der lokalen Selbstverwaltung in Russland - zwischen Verfassungsstaatlichkeit und Machtpolitik (133-145); Natalja Lapina / Alla Tschirikowa: Regionale Eliten und regionale Prozesse: Regierungsmacht und Politik (147-165); Christian Meier / Heinz Timmermann: Russland einbinden: Neue Impulse für die Beziehungen Deutschlands und der EU zu Russland nach dem 11. September 2001 (167-177); Alexander Rahr: Russland und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (179-185). II. Wirtschaftsstandort Russland: Hermann Clement: Wirtschafts- und Investitionsstandort Russland (189-200); Alexander Dynkin / Alexej Sokolow: Das russische Business - Durchbruch zu einer Modernisierung des Landes (201-232); Dirk Holtbrügge / Nicola Berg: Ausländische Unternehmungen in Russland als sozio-politische Akteure. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung (233-256); Ekaterina Chavkounova / Knut Richter: Entwicklungsmodelle für den Tourismus im heutigen Russland (257-274). III. Gesellschaftlicher Wandel: Dmitrij Petrosjan: Die jungen Frauen des postsowjetischen Russland: Werte, Ansichten, Bestrebungen (277-299); Russisches Unabhängiges Institut für Soziale und Nationale Probleme; Institut für komplexe Sozialforschung der Russischen Akademie der Wissenschaft: 10 Jahre russische Reformen - aus dem Blickwinkel der Bevölkerung (301-350).
Wilhelm Johann Siemers (SIE)
Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
Rubrizierung: 2.622.212.222.242.27 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Johann Siemers, Rezension zu: Gabriele Gorzka / Peter W. Schulze (Hrsg.): Russlands Perspektive: Ein starker Staat als Garant von Stabilität und offener Gesellschaft Bremen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18967-russlands-perspektive-ein-starker-staat-als-garant-von-stabilitaet-und-offener-gesellschaft_22005, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22005 Rezension drucken
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