/ 17.06.2013
Felicia Langer
Quo vadis Israel? Die neue Intifada der Palästinenser. Aus dem Englischen von Inge Presser
Göttingen: Lamuv 2001 (Lamuv Taschenbuch 307); 173 S.; 9,90 €; ISBN 3-88977-615-9Die Autorin, in Deutschland lebende Menschenrechtsanwältin, hat kein politikwissenschaftliches, sondern ein politisches Buch verfasst, in dem sie die Konsequenzen der seit dem September 2000 anhaltenden zweiten Intifada und der Politik der israelischen Regierung Scharon für die palästinensische Bevölkerung thematisiert. Ihre Analyse bleibt dabei sehr einfach und undifferenziert: Für sie ist vor allem der Bau von israelischen Siedlungen im Westjordanland für die gegenwärtige Krise des Friedensprozesses verantwortlich, die palästinensischen Selbstmordattentate der vergangenen Monate sind für die Autorin lediglich reaktiv. Denn sie betont, "dass ein jeder, der über Gewalt der Palästinenser spricht, sich eine grundlegende Wahrheit vor Augen halten sollte: Die israelische [...] Besatzung ist die Verkörperung, ja der Inbegriff von Gewalt" (168). Obgleich sie behauptet, mit ihrem Buch den Weg zum Frieden zu weisen, wird sie dies mit solchen Einsichten wohl kaum leisten können.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 2.63
Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Felicia Langer: Quo vadis Israel? Göttingen: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16165-quo-vadis-israel_18533, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18533
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
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