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/ 22.06.2013
Johanna Speer

Participatory Governance, Accountability, and Responsiveness. A Comparative Study of Local Public Service Provision in Rural Guatemala

Online-Publikation 2012 (http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/speer-johanna-2011-08-18/PDF/speer.pdf); XIII, 262 S.
Agrarwiss. Diss. HU Berlin; Begutachtung: M. Hanisch, X. Basurto. – Die Veröffentlichung ist eine kumulative Dissertation aus insgesamt fünf Einzelbeiträgen, in der neben diesen auch ein Einführungs- sowie ein alle Aufsätze verbindendes Schlusskapitel zu finden sind. Speer geht insgesamt der Frage nach, ob partizipatorische Governance ein effektives Mittel ist, um lokale Regierungen in Guatemala dazu zu bewegen, ihren Wählern gegenüber verstärkt Rechenschaft abzulegen und den Haushalt stärker an den Bedürfnissen der Armen auszurichten. Unter partizipatorischer Governance versteht Speer die Inklusion der Bürger in die Prozesse der Public Policy. Um ihre Forschungsfrage zu klären, splittet Speer sie und untersucht zunächst, welchen Einfluss partizipatorische Governance (aber auch politischer Wettbewerb und der Zugang zu lokalen Medien) überhaupt auf die Offenheit lokaler Regierungen hat (Paper 3) und fragt in einem weiteren Schritt danach, wie in einer ungünstigen Umwelt partizipatorische Governance verbessert werden kann (Paper 4). Hierfür untersucht die Autorin insgesamt zehn ländliche Gemeinden Guatemalas anhand von u. a. aus Interviews gewonnenen Daten. Ausgehend von der Aufarbeitung und systematischen Darstellung der bisherigen Forschung zum Thema partizipatorische Governance entwickelt Speer die für ihre eigentliche Analyse verwendete methodische Grundlage – die fuzzy-set Qualitative Comparative Analyses (fsQCA) –, um die qualitativen Daten systematisch zu sammeln und computergestützt auszuwerten. Speer stellt fest, dass es vor allem die geringe Bildung, die kaum vorhandenen zivilgesellschaftlichen Organisationen und die große Armut in den ländlichen Regionen Guatemalas sind, die die Implementierung partizipatorischer Governance behindern. Dies lässt sich nur mittel- bis langfristig und mithilfe eines hohen Ressourceneinsatzes verändern, weswegen die Autorin in ihrem fünften Beitrag auch die Stärkung anderer Informations- und Rechenschaftslegungsmöglichkeiten diskutiert.
Ines Weber (IW)
M. A., Politikwissenschaftlerin (Kommunikationswissenschaftlerin, Psychologin), wiss. Mitarbeiterin, Institut für Sozialwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.652.21 Empfohlene Zitierweise: Ines Weber, Rezension zu: Johanna Speer: Participatory Governance, Accountability, and Responsiveness. 2012, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/35450-participatory-governance-accountability-and-responsiveness_42732, veröffentlicht am 20.09.2012. Buch-Nr.: 42732 Rezension drucken
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