/ 11.06.2013
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) (Hrsg.)
OSZE-Jahrbuch 2000. Jahrbuch zur Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000 (OSZE-Jahrbuch 6 - 2000); 544 S.; geb., 24,54 €; ISBN 3-7890-7031-9Die OSZE ist seit dem Ende des Ost-West-Konflikts ein unverzichtbarer Akteur bei der Gestaltung einer dauerhaften europäischen Friedensordnung. Ihre vielfältigen Aufgaben und umfangreichen Tätigkeiten zur Konfliktverhütung und -beilegung, zur Förderung von Demokratie und zum Schutz der Menschenrechte sind Gegenstand der Beiträge dieses im sechsten Jahr erscheinenden Jahrbuches. Besonders die Frage nach der Wirksamkeit der Mechanismen im Bereich der Konfliktprävention und Streitschlichtung beziehungsweise ihren Lücken und Problemen steht im Mittelpunkt der Aufsätze, die von Wissenschaftlern, OSZE-Mitarbeitern, Diplomaten und Politikern verfasst worden sind. Breiten Raum nehmen aber auch die Untersuchung der jeweiligen Missionen vor Ort und aktuelle Konfliktanalysen, diesmal zur Stabilität Zentralasiens, ein. Weitere Schwerpunkte sind Fragen der menschlichen Dimension, der kooperativen Sicherheit sowie der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen Organisationen.
Inhalt: I. Zur Lage: Max van der Stoel: Prinzipien und Pragmatismus - 25 Jahre Erfahrung im Helsinki-Prozess (27-38); Wolfgang Ischinger: Die OSZE im europäischen Konzert (39-44); Wilfried von Bredow: Konstruktions- und Identitätsprobleme der OSZE (45-54). Interessen und Engagement der OSZE-Staaten: Michail Petrakow: Die Rolle der OSZE aus russischer Sicht (57-66); P. Terrence Hopmann: Die Vereinigten Staaten und die KSZE/OSZE (67-88); Heinz Gärtner: Österreich und die OSZE (89-104); Kurt P. Tudyka: Die OSZE-Politik der Bundesrepublik Deutschland (105-118). II. Aufgaben, Instrumente, Mechanismen und Verfahren: Konfliktprävention und Streitschlichtung: Rudolf Schmidt: Innerstaatliche Konflikte: Der Beitrag der OSZE und der EU zu ihrer Verhütung und friedlichen Regelung (123-131); Pál Dunay: Mittel gegen die Ungewissheit: Der "Wiener und der Berliner Mechanismus" - Die Erfahrungen der ersten zehn Jahre (133-148); Márton Krasznai: Schnelle Einsatzgruppe für Expertenhilfe und Kooperation (REACT) - Voraussetzungen für ihre Einsatzbereitschaft (149-158); Berthold Meyer: Unendliche Geschichten? - Zwischenbilanz der Langzeitmissionen (159-172); Hans-Georg Ehrhart: Der Stabilitätspakt für Südosteuropa - Großer Wurf oder Flickschusterei? (173-187); Otto Luchterhandt: Tschetscheniens Versuch nationaler Unabhängigkeit: Innere Ursachen seines Scheiterns (189-212). Im Blickpunkt: Zentralasien: Wilhelm Höynck: Nachhaltige Stabilisierungspolitik in und für Zentralasien (215-226); Arne C. Seifert: Die OSZE und der Islam - Chance zur Selbstvervollkommnung? (227-237); Suchrob Scharipow: Sicherheit und Demokratisierung - Nachdenken über eine Strategie und ihre Anpassung (239-251). Menschliche Dimension und demokratische Entwicklung: Sandra Mitchell: Menschenrechte im Kosovo (255-272); Hans-Joachim Heintze: Die Lund-Empfehlungen über die wirksame Beteiligung nationaler Minderheiten am öffentlichen Leben (273-287); Vincent Danihel: Die Roma in der Slowakei - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft (289-298); Dan Oprescu: Roma-Angelegenheiten in Rumänien - im Jahr 2000 und in der Zukunft (299-303). Aufbau kooperativer Sicherheit: Victor-Yves Ghebali: Der Beitrag des Istanbuler Dokuments 1999 zur europäischen Sicherheit und Zusammenarbeit (307-326); Jan Peter Fladeboe: Artikel V der Friedensvereinbarungen von Dayton: Rückblick und Ausblick (327-336); Marc Remillard: Politische Hindernisse und Sicherheitskooperation in und um Bosnien und Herzegowina (337-345). Wirtschaftliche Transformation und Begrenzung neuer Risiken: Eileen P. Petzold-Bradley: Umweltprobleme als Konfliktursache im OSZE-Gebiet (349-367); Hans J. Gießmann: Kleinwaffen: Aktionsfeld für die OSZE (369-382). III. Zur Organisation: OSZE-Institutionen und -Strukturen: Ingo Marenbach: Die Vorbereitungen von zivilem Personal für internationale Einsätze durch das Auswärtige Amt (387-397). Außenbeziehungen und Einflüsse: Adam Daniel Rotfeld: Für eine neue Partnerschaft im neuen Jahrhundert - Das Verhältnis zwischen OSZE, NATO und EU (401-416); Elizabeth Andersen: Die OSZE und Human Rights Watch (417-429); Sonja Grigat / Dieter S. Lutz: CORE - Das Zentrum für OSZE-Forschung am IFSH (431-438). IV. Anhang.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.3 | 4.41 | 4.21 | 4.22 | 2.61 | 2.62 | 2.64 | 4.42 | 2.4 | 2.68 | 4.45
Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) (Hrsg.): OSZE-Jahrbuch 2000. Baden-Baden: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9365-osze-jahrbuch-2000_16450, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16450
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
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