/ 20.06.2013
Julia Brauch
Nationale Integration nach dem Holocaust. Israel und Deutschland im Vergleich
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004; 405 S.; kart., 45,- €; ISBN 3-593-37622-9Diss. Berlin; Gutachter: A. Ashkenasi. - Brauch vergleicht die politische Rolle von Integrationsbegriffen in der Bundesrepublik Deutschland und in Israel. Sie stützt sich dabei auf eine Analyse der Parlamentsdebatten der Knesset und des Bundestages. Im Ergebnis stellt die Autorin fest, dass die Geschichte beider Länder nicht nur eine besondere Beziehung zwischen ihnen bedingt, sondern auch unterschiedliche Identifikationsmuster. Es wird deutlich, dass Einheitsvorstellungen in Israel eher auf Kollektivkonstruktionen wie „Nation“ oder „Volk“ basieren als dies in Deutschland der Fall ist. Diese Begriffe werden in der Bundesrepublik insbesondere durch Werte wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einen sozialstaatlichen Konsens ersetzt.
Lars Berger (LB)
Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
Rubrizierung: 2.23 | 2.63 | 2.35 | 2.21 | 2.321 | 2.333 | 2.24
Empfohlene Zitierweise: Lars Berger, Rezension zu: Julia Brauch: Nationale Integration nach dem Holocaust. Frankfurt a. M./New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22544-nationale-integration-nach-dem-holocaust_25721, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25721
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Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
CC-BY-NC-SA