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/ 20.06.2013
Jörg Baberowski (Hrsg.)

Moderne Zeiten? Krieg, Revolution und Gewalt im 20. Jahrhundert

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2006; 205 S.; kart., 26,90 €; ISBN 978-3-525-36735-3
Stalinismus, Faschismus und Nationalsozialismus werden in der neueren historischen Forschung vielfach als Resultat der Moderne interpretiert. Die Autoren dieses Bandes nehmen eine andere Perspektive ein und versuchen, Krieg und Gewaltvergehen des 20. Jahrhunderts „an ihre historischen Orte zu bringen, in denen sie sich entfalteten“ (9), um dabei zu zeigen, dass es sich bei den vermeintlich neuen oder modernen Kriegen des 20. Jahrhunderts tatsächlich um alte Kriege handelt: „Der ‚zivilisierte’ Krieg zwischen Staaten ist die Ausnahme, der ‚grenzenlose’ Krieg die Regel. Vernichtungskriege, die die gesamte Bevölkerung zum Objekt der Mobilisierung und der Vernichtung machen, sind also weder modern, noch sind sie neu.“ (9) Am Bespiel von China, Russland und der Sowjetunion fragen die Autoren – darunter Dietrich Beyrau, Bernd Bonwetsch und Dieter Langewiesche – nach den vormodernen Triebfedern von Krieg und Gewaltvergehen im 20. Jahrhundert.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.622.252.68 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Jörg Baberowski (Hrsg.): Moderne Zeiten? Göttingen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25856-moderne-zeiten_30017, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30017 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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