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/ 21.06.2013
Jehan Sadat

Meine Hoffnung auf Frieden. Aus dem Amerikanischen von Gerlinde Schermer-Rauwolf und Robert A. Weiß, Kollektiv Druck-Reif

Hamburg: Hoffmann und Campe 2009; 224 S.; 20,- €; ISBN 978-3-455-50126-1
Anwar Sadat wurde am 6. Oktober 1981 von fanatischen Islamisten ermordet. Der von ihm im März 1979 mit Israel geschlossene Friedensvertrag, das direkte Ergebnis der Camp-David-Verhandlungen hat seit dreißig Jahren Bestand. Seine Witwe Jehan Sadat führt das Anliegen ihres Mannes fort, indem sie das anhaltende Ringen um Frieden im Nahen Osten analysiert. Dafür zeichnet sie die politischen Entwicklungen in der Region seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach. Hierbei streift sie die Rolle der USA als Vermittler im Nahost-Friedensprozess, die Gründung der Palästinenserorganisation PLO, die Friedensbemühungen unter Abdel Nasser, die palästinensische Intifada sowie die Gründung der Hamas. Zudem beschreibt die grundlegenden Prinzipien der Friedenspolitik Anwar Sadats. Dieser forderte alle am Friedensprozess Beteiligten dazu auf, zu akzeptieren, dass beide Seiten den Frieden wollen. Jehan Sadat wünscht sich eine gerechte und umfassende Übereinkunft zwischen Arabern und Israelis, die ihrer Meinung nach eine Quelle des Hasses und des Elends in der Welt beseitigen und den Bewohnern dieser Region eine freundschaftliche und produktive Koexistenz ermöglichen würde. Zudem beschreibt sie die Stärken und Schwächen ihrer Religion und räumt mit dem Vorurteil auf, dass der Islam den Extremismus begünstige und die Demokratie gefährde. Auch die Rechte der Frauen innerhalb des Islams werden von ihr explizit behandelt.
Marinke Gindullis (MG)
Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 4.412.632.232.27 Empfohlene Zitierweise: Marinke Gindullis, Rezension zu: Jehan Sadat: Meine Hoffnung auf Frieden. Hamburg: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31418-meine-hoffnung-auf-frieden_37399, veröffentlicht am 08.12.2009. Buch-Nr.: 37399 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA