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/ 20.06.2013
Birte Wassenberg / Joachim Beck (Hrsg.)

Living and Researching Cross-Border Cooperation (Volume 3): The European Dimension. Contributions from the research programme on cross-border cooperation of the University Strasbourg and the Euro-Institute

Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2011 (Studien zur Geschichte der Europäischen Integration 13); 339 S.; 49,- €; ISBN 978-3-515-09863-2
Im Zuge des europäischen Integrationsprozesses hat sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit intensiviert, die im Zentrum der Betrachtungen dieses Sammelbandes steht. Für Wassenberg ist die grenzüberschreitende Kooperation an den EU-Außengrenzen ein Teil des europäischen Integrationsprozesses an sich geworden. So sehen sowohl die EU als auch der Europarat in ihr ein Vorbild für die europäische Integration und ein erklärtes politisches Ziel Europas. Für Jean-Christophe Romer ist Grenze ein in Wandlung befindlicher Raum, der keineswegs auf seine technische Dimension wie sie sich in den Begriffen Verwaltung, Wirtschaft und Tourismus manifestiert, beschränkt werden sollte. Romer hebt hervor, dass insbesondere die EU-Außengrenzen von Staaten wie Polen zu Weißrussland und der Ukraine eine wichtige Scharnier- und Stabilitätsfunktion in Bezug auf das neue geopolitische Gleichgewicht nach dem Fall des Eisernen Vorhanges übernehmen. Auch Natalie Romanova betont die politische Stabilisierung, die von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit um die Außengrenzen der EU ausgeht. Sie befähige die Regionen dazu, ihre Probleme zu lösen. Romanova verweist auf die sich an der Grenze der Ukraine ausdehnenden Euroregionen Bug, Karpaten, Oberes Prut, Untere Donau, Dnipro, Slobozhansch und Yaroslavna. Diese erstreckten sich von Moldawien über die osteuropäischen EU-Staaten bis zu Weißrussland und Russland. Jean Peyrony betont die im Vertrag von Lissabon verankerte Maxime des territorialen und sozialen Zusammenhaltes als einem Hauptziel europäischer Regionalpolitik. Dies habe zur Folge, dass die Grenzregionen nicht mehr nur als Räume des wirtschaftlichen Austausches, sondern als Akteure in die Integrationspolitik der EU miteinbezogen werden müssten. Peyrony plädiert daher für einen integrierten Ansatz der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, lokale, regionale, nationale und europäische Strategien sollten miteinbezogen werden.
Marinke Gindullis (MG)
Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.614.33.13.5 Empfohlene Zitierweise: Marinke Gindullis, Rezension zu: Birte Wassenberg / Joachim Beck (Hrsg.): Living and Researching Cross-Border Cooperation (Volume 3): The European Dimension. Stuttgart: 2011, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21947-living-and-researching-cross-border-cooperation-volume-3-the-european-dimension_41098, veröffentlicht am 17.11.2011. Buch-Nr.: 41098 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA