/ 20.06.2013
Walter Eckel
Leben mit dem Terror. Eine Vision zweier Alternativen
Norderstedt: Books on Demand 2005; 144 S.; 9,90 €; ISBN 3-8334-2767-1In fiktiven Interviews, Briefen und Pressemitteilungen entfaltet Eckel ein wirres Katastrophenszenario, das in erster Linie auf einer phantasierten Machtausbreitung der Al Kaida beruht. In diesen Spekulationen verschaffen sich Islamisten durch Terrorakte zunehmend Einfluss in den USA und der Bundesrepublik; das Ganze kulminiert in Giftgasanschlägen und einem Atomkrieg. Die Gegenmaßnahmen der Amerikaner malt sich der Verfasser in enger Anlehnung an die NS-Judenverfolgung aus: Sie umfassen u. a. den Bau von (wortwörtlich!) Konzentrationslagern für Moslems, die pauschale Aberkennung ihrer Staatsbürgerschaft und Auswanderungsdruck. Deutschland sieht der Verfasser als – durch die Aktivitäten einer fiktiven deutschen Toleranzpartei – zunehmend islamisiert, worunter er sich u. a. ungebremste moslemische Zuwanderung, Moscheen allerorten und Kopftuchzwang für deutsche Frauen vorstellt. Das Buch ist ohne jede politikwissenschaftliche Relevanz.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.25 | 2.37 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Walter Eckel: Leben mit dem Terror. Norderstedt: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24836-leben-mit-dem-terror_28707, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28707
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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