/ 05.06.2013
Rolf Steding / Jost W. Kramer
Konturen der Genossenschaftsentwicklung in den europäischen Transformationsländern
Berlin: edition sigma 1998 (Berliner Schriften zur Kooperationsforschung 3); 214 S.; 36,- DM; ISBN 3-89404-643-0Der wirtschaftliche Umbruch in den osteuropäischen Ländern stellt auch die Organisationsform der Genossenschaft auf den Prüfstand. Welchen Beitrag können sie gerade als Organisationen zur Selbsthilfe bei der Entwicklung der Marktwirtschaft und zur Verbesserung des sozialen Klimas leisten? Steding/Kramer sehen die Beantwortung der Frage in der Genossenschaftsentwicklung selbst. Anhand von fünf kurzen Länderprofilen dokumentieren sie die unterschiedliche Entfaltung verschiedener Genossenschaftsarten in den Ländern Mittel- und Osteuropas. In dieser Vielfalt lassen sich aber Konturen feststellen: Die Erneuerung der Genossenschaften liegt im Spannungsfeld ihrer Akteure wie den Mitgliedern, dem Wohlwollen des Staates und der Entschlossenheit der Genossenschaftsbewegung selbst. Beeinflussende Faktoren wie das Image in der Bevölkerung, die Gesetzgebung und die eigene Genossenschaftspolitik stecken den Handlungsrahmen für die Genossenschaftsentwicklung ab. Nur wenn die Genossenschaften zu einer stärkeren Autonomie gelangen, können sie einen Beitrag zur ökonomischen und sozialen Entwicklung in Osteuropa leisten.
Inhalt: 2. Ursprung und Entwicklung der Genossenschaften in Mittel- und Osteuropa: 2.1 Die Genossenschaften in der vorsozialistischen Ära; 2.2 Die Genossenschaften in der sozialistischen Ära; 2.3 Die Genossenschaften in der nachsozialistischen Ära; 2.4 Die ostdeutsche Genossenschaftsentwicklung als mögliches Beispiel für Mittel- und Osteuropa? 3. Arten der Genossenschaften in der Region: 3.1 Die Stellung der Genossenschaften zwischen Markt und Staat; 3.2 Das Artenspektrum der Genossenschaften in Mittel- und Osteuropa. 4. Länderprofile: 4.1 Russische Föderation; 4.2 Estland; 4.3. Bulgarien; 4.4 Polen; 4.5 Tschechische Republik. 5. Der mögliche Beitrag der Genossenschaften zur sozialen und ökonomischen Entwicklung; 6. Erfahrungen der genossenschaftlichen Entwicklung in Zentral- und Osteuropa: 6.1 Leistungen und Neuerungen in der Genossenschaftsentwicklung; 6.2 Fehler und Schwächen in der Genossenschaftsentwicklung. 7. Hauptakteure der genossenschaftlichen Entwicklung: 7.1 Die Mitglieder; 7.2 Der Staat; 7.3 Die Genossenschaftsbewegung; 7.4 Lokale und nationale regierungsabhängige Organisationen; 7.5 Unterstützende internationale Organisationen. 8. Beeinflussende Faktoren der Genossenschaftsentwicklung: 8.1 Image der Genossenschaften in Mittel- und Osteuropa; 8.2 Politik der Genossenschaftsentwicklung; 8.3 Genossenschaftsrelevante Gesetzgebung; 8.4 Institutionen der Genossenschaftsentwicklung; 8.5 Unterstützende Einrichtungen; 8.6 Genossenschaftliche Aus- und Fortbildung; 8.7 Steuersystem und Subventionspolitik; 8.8 Bank- und Kreditwesen; 8.9 Spezielle Aufgabengebiete und Zielgruppen von Genossenschaften. 9. Schlußfolgerungen und Vorschläge: 9.1 Genossenschaftsarten; 9.2 Potentielle Beiträge der Genossenschaften zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung; 9.3 Hauptakteure der Genossenschaftsentwicklung; 9.4 Die Genossenschaftsentwicklung beeinflussende Faktoren.
Wilhelm Johann Siemers (Sie)
Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
Rubrizierung: 2.22 | 2.62
Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Johann Siemers, Rezension zu: Rolf Steding / Jost W. Kramer: Konturen der Genossenschaftsentwicklung in den europäischen Transformationsländern Berlin: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7372-konturen-der-genossenschaftsentwicklung-in-den-europaeischen-transformationslaendern_9816, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9816
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Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
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