/ 04.06.2013
Dirk Halm
Konditionalität. Entwicklung, Ergebnisse und Probleme eines Konzepts der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
Münster: agenda Verlag 1997 (agenda Resultate 4); 202 S.; 45,- DM; ISBN 3-89688-019-5Diss. Münster. - Bei dem Konzept der an Bedingungen geknüpften Vergabe von Entwicklungshilfe läßt sich zwischen wirtschaftlicher und politischer Konditionalität unterscheiden. Trotz ihres ambivalenten Charakters (als Machtpolitik klassischen Zuschnitts und Transportmittel von Geberinteressen) hat sich auch letztere in der Entwicklungszusammenarbeit etabliert (7). Ziel der Arbeit ist es, exemplarisch die Genese und Typisierung konditionaler Vergabestrategien Deutschlands, Großbritanniens, der Niederlande, Norwegens, der Europäischen Union und der Weltbank zu analysieren (11). "Somit soll geklärt werden, ob Konditionalität einen tatsächlichen Beitrag zur entwicklungspolitischen Programmatik leistet oder eher der Entwicklungszielsetzung vorgelagerte politische Interessen transportiert." (11) Im Ergebnis zeigt sich, daß die Konditionalitätsstrategien unterschiedlich resistent sind gegen entwicklungsfremde Interessen und beim Vorliegen konkurrierender Interessen des Gebers schnell relativiert oder gar bedeutungslos werden (169).
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 4.44
Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Dirk Halm: Konditionalität. Münster: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5212-konditionalitaet_6843, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6843
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Dipl.-Politologe.
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