/ 26.09.2013
Interdepartmental Centre on Human Rights and the Rights of Peoples, University of Padua (Hrsg.)
Italian Yearbook of Human Rights 2012
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2013 (Human Right Studies 3); 385 S.; pb., 48,20 €; ISBN 978-3-0353-6288-9Mit diesem italienischen Jahrbuch der Menschenrechte werden zwei grundsätzliche Ziele verfolgt. Erstens werden Rechtsgültigkeit, soziale Kohäsion, Solidarität und die demokratische Inklusion der universellen Werte unterstrichen. Und zweitens soll Politiker_innen, Lehrer_innen, Akademiker_innen und gesellschaftlich Engagierten ein gutes Instrument an die Hand gegeben werden, um noch besser als bisher über den Menschenrechtsgedanken, seine rechtliche Fixierung und den Stand der tatsächlichen Durchsetzung Bescheid zu wissen. Daher kann die erste Ausgabe 2011 vorrangig als eine grundsätzliche Einführung in das Thema begriffen werden. Der nun erschienene zweite Band konzentriert sich demgegenüber auf umfassende statistische Analysen und beleuchtet die Entwicklungen in Italien unter besonderer Berücksichtigung des weltweiten und des europäischen Menschenrechtssystems. Hierfür haben Wissenschaftler_innen der Universität Padua eine erhebliche Anzahl an Daten gesammelt, die viele interessante Aspekte erkennen lassen. Unter anderem hat sich trotz (oder gerade wegen) der Finanzmarktkrise das Parlament deutlich stärker als bisher mit Fragen der Menschenrechte beschäftigt; auf regionaler Ebene werden auf eine weltweit einmalige Weise Gesetze direkt mit internationalem Recht verbunden. Auch die universitäre Lehre, so eine weitere Feststellung, hat sich deutlich mehr als bisher dem Thema Menschenrechte gewidmet. Demgegenüber haben die Forscher_innen aber auch noch viele Bereiche identifiziert, in denen die Entwicklung in Italien noch Mängel aufweist: Am schwersten wiegt die dramatische Situation von Menschen, die von Nordafrika über das Mittelmeer flüchten. Aber auch andere Probleme, wie zum Beispiel die immer noch ausstehende Ratifizierung des Zivilrechtsübereinkommens über Korruption, sprechen die Autor_innen im neuen Jahrbuch ausführlich an.
Ines Weber (IW)
M. A., Politikwissenschaftlerin (Kommunikationswissenschaftlerin, Psychologin), wiss. Mitarbeiterin, Institut für Sozialwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.61 | 4.42 | 2.21 | 4.3 | 3.7 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Ines Weber, Rezension zu: Interdepartmental Centre on Human Rights and the Rights of Peoples, University of Padua (Hrsg.): Italian Yearbook of Human Rights 2012 Frankfurt a. M. u. a.: 2013, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/36223-italian-yearbook-of-human-rights-2012_44025, veröffentlicht am 26.09.2013.
Buch-Nr.: 44025
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M. A., Politikwissenschaftlerin (Kommunikationswissenschaftlerin, Psychologin), wiss. Mitarbeiterin, Institut für Sozialwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität Kiel.
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