/ 03.06.2013
Wolfgang Thierse (Hrsg.)
Ist die Politik noch zu retten? Standpunkte am Ende des 20. Jahrhunderts
Berlin: Aufbau-Verlag 1996; 333 S.; brosch., 32,- DM; ISBN 3-351-02454-1Gewidmet ist dieser Band Erhard Eppler zum 70. Geburtstag. Eppler, u. a. ehemaliger Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (1968-1974), Synodale der Evangelischen Kirche und bis 1991 Vorsitzender der Grundwertekommission der SPD, hat immer wieder die Folgen des gesellschaftlichen und politischen Handelns für zukünftige Generationen in Erinnerung gerufen. Der Beitrag von Rapp ist nicht fertiggestellt und ausformuliert, sondern im Stadium der Disposition abgedruckt.
Inhalt: Erhard Eppler zu Ehren: Johannes Rau: Gratulation für Erhard Eppler (15-17); Richard von Weizsäcker: Christen in der Politik (18-20); Helmut Simon: Das Bundesverfassungsgericht im "Kreuz"-Feuer (21-25); Robert Antretter: Politiker wider den Sachzwang - wertkonservatives Denken als Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft (26-30); Johano Strasser: Die Krise der Politik im Spiegel der Sprache (31-38). Christlicher Glaube und Politik: Walter Jens: Predigt gegen die großen Hänse (41-49); Helmut Hild: Politische Verantwortung - Konsequenz des Glaubens (50-57); Manfred Stolpe: Zur Verantwortung der Christen und der Evangelischen Kirche für Deutschland (58-64); Heiner Geißler: Christliches Menschenbild und politisches Handeln. Das "C" in der säkularisierten Gesellschaft (65-72); Edelbert Richter: Die evangelische Kirche in Ostdeutschland seit der Wende - Rückzug aus der Politik? (73-78); Friedrich Schorlemmer: Und was wird aus der Kirche? - Die Krise des Übergangs (79-91); Heinz Rapp: Christliche Weltverantwortung - das Wohl und das Heil (93-96). Deutsche Teilung - Deutsche Vereinigung: Joachim Gauck: Unterwerfung, Anpassung, Widerstand - Anmerkungen zum Leben unter totalitärer Herrschaft (99-107); Richard Schröder: Vor 35 Jahren: 13. August 1961 (108-114); Diether Posser: Adjudikation - der Schlüsselbegriff zur deutsch-polnischen Grenze (115-121); Rolf Reissig: Das SPD/SED-Dialogpapier: Absichten, Einsichten, Erfahrungen (122-130); Wolfgang Ullmann: Die deutsche Vereinigung als deutsches und als europäisches Verfassungsproblem. Erhard Eppler als Dank für die von ihm mitvollzogene "Absage an Prinzip und Praxis der Abgrenzung" (131-139); Peter Bender: Bilanz der Vereinigung: Was ist zu tun? (140-146); Wolfgang Thierse: Versuch, eine gewisse ostdeutsche Trauer zu verstehen und zu überwinden (147-155); Fritz Vilmar: Nach der Kolonisierung: Aufbruch zu einer Strategie gesamtgesellschaftlicher Demokratisierung. Eine Herausforderung an die ostdeutsche Linke (156-163); Hans-Jochen Vogel: Die Hauptstadt Berlin als Ort der Führungsverantwortung in Politik und Gesellschaft (164-168). Sozialdemokratie als Programm: Helga Grebing: Die Bedeutung von Grundwerten und freiheitlich-demokratischen Traditionen in der deutschen Sozialdemokratie (171-178); Henning Scherf: Reformpolitik als Überlebensstrategie (179-185); Oskar Lafontaine: Die Aktualität des Berliner Programms der SPD (186-189); Egon Bahr: Einige Fragen zu einem neuen Grundsatzprogramm (190-194); Detlev Albers: Wie weiter mit dem Berliner Programm der SPD? (195-201); Reinhard Höppner: Die verlorene Solidarität (202-209); Barbara Riedmüller: Sozialstaatsillusionen (210-217); Herta Däubler-Gmelin: Menschenwürde in der Marktgesellschaft. Über die Aufgabe der SPD heute (218-225); Thomas Meyer: Der Blair-Effekt (226-234). Zukunfts- und Überlebensfragen der Politik: Heino Falcke: Fragen nach dem "Ende der Utopie" (237-242); Jürgen Moltmann: Freiheit in Gemeinschaft - Gemeinschaft für die Freiheit (243-249); Ulrich Beck: Das Fünf-Minuten-vor-Zwölf-Gefühl oder die Utopie der Selbstbegrenzung (250-254); Karl Georg Zinn: Leben oder Lebensstandard? - Zu den anthropologischen Grenzen der Zukunftsbewältigung (255-262); Iring Fetscher: Globalisierung und Nachhaltige Entwicklung (263-267); Ernst Ulrich von Weizsäcker: Ökologisch handeln heißt politisch handeln (268-275); Eberhard Moths: Der Rest ist das Risiko (276-283); Klaus Mehrens: Für einen grundwertebezogenen Interventionismus (284-289); Sigmar Mosdorf: Beobachtungen zur kulturhistorischen Einordnung der Informationsgesellschaft (290-299); Gernot Erler: Globalisierung und die Zukunft der dritten Welt (300-310); Wolfgang Huber: Zukunftsfähigkeit - Zehn Thesen zur Wirtschaftsethik (311-319); Michael Müller: Die Krise der Politik ist eine Krise der Gesellschaft (320-324).
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 1.3 | 2.35 | 2.331 | 2.313 | 2.34 | 4.44
Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Wolfgang Thierse (Hrsg.): Ist die Politik noch zu retten? Berlin: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3182-ist-die-politik-noch-zu-retten_4174, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4174
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M. A., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA