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/ 04.06.2013
Angelika Timm

Israel. Geschichte des Staates seit seiner Gründung

Bonn: Bouvier Verlag 1998; XIV, 398 S.; 3., durchges. und erw. Aufl.; geb., 49,80 DM; ISBN 3-416-02753-1
Für die dritte Auflage ihres Israel-Bandes berücksichtigt Timm - der frühere Ko-Autor Glasneck ist nur noch als Mitarbeiter genannt - auch die Phase von Mitte 1994 bis Anfang 1998. In diese Periode fallen so wichtige Entscheidungen wie das sogenannte Oslo II-Abkommen und die Wahlen zur 14. Knesset, denen ein eigenes Unterkapitel gewidmet ist. Die neunziger Jahre sieht die Verfasserin als eine neue Epoche der israelischen Geschichte, die durch die Etablierung des jüdischen Staates in der Region einerseits und durch wachsende innerisraelische Konflikte andererseits charakterisiert ist. Israel habe sich von einer Schmelztiegel- zu einer Mosaik-Gesellschaft entwickelt, in der jede (Einwanderer-)Gruppe ihre ursprüngliche Identität in erheblichem Umfang bewahre. Wie die früheren Auflagen zeichnet sich auch die vorliegende durch eine differenzierte Darstellung israelischer Politik und eine streng chronologische Gliederung aus. Diese erschwert stellenweise den analytischen Zugang, bietet aber gerade für den "allgemeiner interessierten Leserkreis" (XIV), an den sich die Publikation richtet, die Möglichkeit der schnellen Orientierung. Unzweifelhaft gehört der Band in den Bücherschrank eines jeden Israel-Interessierten.
Michael Edinger (ME)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Sonderforschungsbereich 580, Universität Jena (www.uni-jena/svw/powi/sys/edinger.html).
Rubrizierung: 2.63 Empfohlene Zitierweise: Michael Edinger, Rezension zu: Angelika Timm: Israel. Bonn: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5452-israel_7136, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 7136 Rezension drucken
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