/ 11.06.2013
Eberhard Serauky
Im Namen Allahs. Der Terrorismus im Nahen Osten
Berlin: Karl Dietz Verlag 2000; 302 S.; brosch., 15,24 €; ISBN 3-320-01990-2Seit den Terroranschlägen in New York und Washington ist der Terrorismus nah- und mittelöstlicher Provenienz verstärkt in das Interesse einer größeren Öffentlichkeit getreten. Mit den Gründen für seine Entstehung und Möglichkeiten seiner Bekämpfung beschäftigt sich dieser Band. Dabei handelt es sich weder um eine theoretisch angelegte Arbeit zu den noch immer notwendigen Bemühungen zur Definition und inhaltlichen Qualifizierung von Terrorismus noch um eine umfassende Studie zu den Terrorgruppen des gesamten Nahen Ostens, wie der Titel nahe legt. Stattdessen hat Serauky in einer Art Mikrostudie am Beispiel Ägyptens die Entstehungsbedingungen und neuartigen Entwicklungsmöglichkeiten terroristischer Gruppen angesichts der Globalisierung herausgearbeitet. Er verweist dabei auf die gewachsene Bedeutung dieser Gruppen, die international vernetzt sind, sich damit günstige Finanzierungsmöglichkeiten erschließen und auf diese Weise ihr Bedrohungspotenzial zunehmend gesteigert haben. Damit geht die Wirksamkeit dieser Gruppen über die lokale Handlungsebene hinaus und gewinnt eine überregionale Dimension, deren Unberechenbarkeit nur schwer zu begegnen ist.
Inhalt: 1. Die Zusammenarbeit der Terroristen und ihre Bekämpfung durch die USA; 2. Islam und Gesellschaft unter Husni Mubarak; 3. Die geistige und gesellschaftliche Konzeption der Terroristen; 4. Die Schattenwirtschaft als Einnahmequelle der Terroristen.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 2.25 | 2.63
Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Eberhard Serauky: Im Namen Allahs. Berlin: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12051-im-namen-allahs_14377, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 14377
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
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