/ 21.06.2013
Volker Reinhardt
Geschichte der Schweiz
München: C. H. Beck 2006 (C. H. Beck Wissen in der Beck'schen Reihe 2401); 128 S.; 7,90 €; ISBN 978-3-406-53601-4Der Autor schildert knapp die Geschichte der Eidgenossenschaft vom Bundesschluss der Urkantone am Vierwaldstätter See im Jahre 1291 bis zur modernen Schweiz, die für Tugenden wie wirtschaftliche Modernität, außenpolitische Neutralität, Zusammenhalt unterschiedlicher Sprachgruppen, Weltoffenheit, Wohlstand und Sauberkeit in der ganzen Welt bewundert wird. Dabei beleuchtet Reinhardt, der als Historiker an der Universität von Fribourg lehrt, auch kritisch das Selbstverständnis der Schweizer als eine auf sich selbst gestellte wehrhafte Nation, das durch die Offenlegung wirtschaftlicher Verflechtungen mit dem nationalsozialistischen Deutschland sowie die zunehmende Einwanderung und europäische Integration in die Krise geraten ist. Auch die erstaunlich späte Einführung des Wahlrechts für Frauen, das auf Bundesebene 1971 und im Kanton Appenzell Innerrhoden sogar erst Ende 1990 – und zwar gegen den Willen der Stimmbürger – durchgesetzt wurde, kommt zur Sprache.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.5
Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Volker Reinhardt: Geschichte der Schweiz München: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26522-geschichte-der-schweiz_30914, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30914
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M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
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