/ 18.06.2013
Stephan Bierling
Geschichte der amerikanischen Außenpolitik von 1917 bis zur Gegenwart
München: C. H. Beck 2003; 272 S.; 12,90 €; ISBN 3-406-49428-5Die Außenpolitik keines anderen Staates hat die internationale Politik im 20. Jahrhundert stärker beeinflusst als die der „einzig verbliebenen Supermacht". Bierling bietet eine fundierte Darstellung und Analyse der US-amerikanischen Außenpolitik seit 1917. Zunächst informiert er die Leser über die weltanschaulichen und institutionellen Grundlagen der US-Außenpolitik sowie den komplexen Politikprozess zwischen Präsident beziehungsweise Regierung, Kongress und gesellschaftlichen Akteuren. Danach wendet er sich in einem historischen Abriss den einzelnen Phasen amerikanischer Außenpolitik zu. Der Autor gelangt dabei zu dem Ergebnis, dass die bruchlose Transformation der Bipolarität des Ost-West-Konflikts in US-amerikanische Unipolarität nur deshalb erfolgreich verlief, weil der multilaterale Ansatz in der amerikanischen Außenpolitik erhalten blieb. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben diese Perspektive amerikanischer Außenpolitik ernsthaft infrage gestellt.
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.22 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Stephan Bierling: Geschichte der amerikanischen Außenpolitik von 1917 bis zur Gegenwart München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19916-geschichte-der-amerikanischen-aussenpolitik-von-1917-bis-zur-gegenwart_23180, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23180
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Politikwissenschaftler.
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