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/ 22.06.2013
Kryštof Kozák

Facing Asymmetry. Bridging the Peripheral Gap in U.S.-Mexican Relations

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2010 (Prager Schriften zur Zeitgeschichte und zum Zeitgeschehen 2); XV, 274 S.; 44,80 €; ISBN 978-3-631-59971-6
Am Beispiel der USA und Mexikos befasst sich der Autor mit dem Konzept der Asymmetrie in den internationalen Beziehungen. Die Betrachtung dieser zwischenstaatlichen Beziehung wird mit Ausführungen zum historischen, wirtschaftlichen und politischen Kontext eingeleitet. Das besondere Augenmerk des Autors gilt den heiklen Themen der Beziehung zwischen den Ländern: der wirtschaftlichen Integration im Rahmen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA), der intensiven Migration von Mexiko in die USA sowie dem Problem des Drogenhandels und den Versuchen der Drogenkontrolle. Im Falle der NAFTA stellt Kozák die interessante Frage, ob die asymmetrische wirtschaftliche Integration der Entwicklung beider Staaten zuträglich ist. Denn dann könnte sie zukünftig als beispielhaft gelten, wenn aber nicht, dann müsste nach neuen Formen internationaler Kooperation gesucht werden. Die Ergebnisse des Autors sind dabei sehr differenziert. So gehen einerseits Modelle davon aus, dass die Migration in die USA ohne einen Beitritt Mexikos zur NAFTA ungleich höher wäre und dass das Land besser in die Weltwirtschaft integriert wäre als zuvor. Andererseits habe die neoliberale Ausrichtung der NAFTA zu innermexikanischen Verwerfungen in sozialer Hinsicht geführt, so der Autor. Eine zunehmende Polarisierung zwischen dem Norden und dem Süden sowie den reichen und den armen Bevölkerungsschichten sei auszumachen: „The neoliberal ideology is openly hostile to any redistributive projects.“ (134) So kommt Kozák auch zu dem Fazit, dass die Asymmetrie zwischen den Ländern durch die NAFTA eher zu- als abgenommen habe. Dass die USA bislang nicht in Migrationsfragen mit Mexiko kooperieren, erklärt Kozák als eine Machdemonstration: „The Asymmetrie is used as an important mark of superiority and exceptionality of the U.S.“ (223)
Timo Lüth (TIL)
Student, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 4.222.642.65 Empfohlene Zitierweise: Timo Lüth, Rezension zu: Kryštof Kozák: Facing Asymmetry. Frankfurt a. M. u. a.: 2010, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/32670-facing-asymmetry_39006, veröffentlicht am 28.09.2010. Buch-Nr.: 39006 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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