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/ 11.06.2013
Georg Stein / Volkhard Windfuhr (Hrsg.)

Ein Tag im September. 11.9.2001. Hintergründe - Folgen - Perspektiven. Vorwort von Butros Butros-Ghali

Heidelberg: Palmyra Verlag 2002; 399 S.; geb., 26,- €; ISBN 3-930378-40-X
Unter der Flut von Veröffentlichungen über die Folgen des 11. September zeichnet sich diese durch einen besonderen Schwerpunkt aus: Eine ganze Reihe der Beiträge namhafter Experten aus Publizistik und Wissenschaft beschäftigt sich mit der arabischen Sicht der Dinge bzw. dem Verhältnis zwischen dem arabischen Raum und dem Westen nach den Anschlägen. Die Autoren plädieren durchgehend für eine nicht-militärische Konfliktlösung und für ernsthafte Anstrengungen, einen ehrlichen Dialog zwischen dem Westen und dem Islam in Gang zu setzen. Einige Beiträge sind bereits anderweitig veröffentlicht worden und werden hier teilweise in überarbeiteten Versionen abgedruckt. Inhalt: Butros Butros-Ghali: Für eine neue Weltordnung und den Dialog der Kulturen. Vorwort (11-18); Peter Waldmann: Was war neu an den Anschlägen vom 11. September? (19-29); Gernot Rotter: Woher kommt der Haß? (30-37); Navid Kermani: Gläubige und Ungläubige. Über Osama Bin Laden (38-42); Horst-Eberhard Richter: Zeit zum Umdenken. Die Anschläge vom 11. September im Kontext der Globalisierung (43-55); Mohssen Massarrat: Der Kampf ums Öl, der Afghanistankrieg und die Außenpolitik der USA (56-81); Michael Lüders: Militärische Gewalt schafft neue Probleme. Afghanistan nach dem Krieg: Zwischen Wunschdenken und Realität (82-90); Jörg Armbruster: Warum Mustafa Bin Laden gut findet. Reaktionen auf den 11. September in der arabischen Welt (91-103); Karim El-Gawhary: Der Zwiespalt der Machtlosen. Die Araber und der Westen (104-114); Udo Steinbach: Islam, Menschenrechte und Gewalt (115-149); Stefan Wild: Wie liberal ist der Islam? Der 11. September und die "Erfolge" von Osama Bin Laden (150-162); Sadik Jalal al-Azm: Terrorismus, Islam, der Westen und die Moderne (163-178); Edward W. Said: Die Phrase vom "Zusammenprall der Kulturen". Eine Kritik an Samuel P. Huntington (179-187); Adonis: In einem Krieg siegt niemand (188-196); Friedemann Büttner / Amr Hamzawy: Die arabische Welt und der Westen nach dem 11. September (197-220); Kai Hafez: Die irrationale Fehlwahrnehmung des "anderen". Deutsche und arabische Öffentlichkeitsreaktionen auf den 11. September (221-246); Heiko Flottau: Für einen ehrlichen Dialog mit der arabisch-islamischen Welt (247-256); Mahmoud Hamdi Saksuk: Über den Abbau von Vorurteilen (257-260); Volkhard Windfuhr: Der Islamismus und Osama Bin Laden (261-274); Micha Brumlik: Grüne Realpolitik, Öl und Krieg (275-288); Reinhard Mutz: Bündnissolidarität als Staatsräson. Die Rolle Deutschlands im "Antiterrorkrieg" (289-300); Nadeem Elyas: Die Auswirkungen des 11. September auf das Leben der Muslime in Deutschland (301-315); Wilhelm Dietl: Bedingt dienstbereit. Der 11. September und das Versagen der Geheimdienste (316-329); Rudolph Chimelli: Nichts ist gefährlicher, als seine eigene Propaganda zu glauben. Die Nahostpolitik der Vereinigten Staaten (330-337); Ludwig Watzal: Der Nahostkonflikt nach dem 11. September 2001 (338-349); Jürgen W. Möllemann: Neue Impulse für eine Nahostpolitik. Plädoyer für eine Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten (KSZNO) (350-360); Rafik Schami: Die Amerikaner haben echte Feinde und falsche Freunde. Bemerkungen zum bejubelten Krieg (361-388).
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.252.632.642.684.224.434.41 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Georg Stein / Volkhard Windfuhr (Hrsg.): Ein Tag im September. Heidelberg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9416-ein-tag-im-september_19413, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19413 Rezension drucken
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