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/ 05.06.2013
Maria Mittermayer

Drogengeschäft und Drogenkrieg. Politische Ökonomie der andinen Kokainproduktion und US-Drogenpolitik in Lateinamerika

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 349); 187 S.; brosch., 65,- DM; ISBN 3-631-48460-7
Im ersten Teil des Buches beschreibt Mittermayer die Drogenproduktion in den Ländern Lateinamerikas, insbesondere Kolumbiens, und betrachtet sie als Folge ihrer Weltmarkteinbindung: Auch diese Länder wurden nach dem Ende der Kolonialisierung zu Rohstofflieferanten für die westlichen Industrienationen. Seit den Preisstürzen auf dem Weltmarkt können sie mit der Erzeugung traditioneller, legaler Rohstoffe und Agrarprodukte (Erze, Bananen, Kakao usw.) jedoch keine ausreichenden Einnahmen mehr erzielen. Deshalb sind Opiate und insbesondere Kokain zu ihren Hauptexportprodukten geworden. Die Drogenproduktion unterliegt dabei denselben ökonomischen Gesetzen wie die Herstellung beliebiger anderer Produkte. Zudem hat sich der Drogenmarkt international organisiert. Eines der Hauptabnehmerländer sind die USA. Hier wiederum ist der Kampf gegen die Drogen insbesondere unter Bush, aber auch unter Clinton zu einem der wichtigsten innenpolitischen Themen geworden. In der Umsetzung ihrer Drogenpolitik melden die USA auch einen internationalen Ordnungsanspruch an. Die entsprechenden Ansatzpunkte und Instrumente dieser Politik werden im zweiten Teil des Buches dargestellt.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.652.252.64 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Maria Mittermayer: Drogengeschäft und Drogenkrieg. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6753-drogengeschaeft-und-drogenkrieg_9092, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9092 Rezension drucken
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