/ 03.06.2013
Markus Kutter
Doch dann regiert das Volk. Ein Schweizer Beitrag zur Theorie der direkten Demokratie
Zürich: Ammann Verlag 1996; 212 S.; 36,- DM; ISBN 3-250-10306-3Kutter beschreibt zunächst die Entwicklung der direkten Demokratie und damit die Geschichte von Volksrechten wie Volksentscheid und Volksbegehren. Aus der Perspektive der Schweiz, die den thematischen Mittelpunkt bildet, unternimmt er Exkursionen in die "Schwesterrepublik" (95) Kalifornien, in das Fürstentum Liechtenstein und ins Korsika des Pasquale Paoli. Bei der Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen werden u. a. das Volksbegehren "Mehr Demokratie in Bayern" am 01.10.1995 in Bayern (156 ff.), verschiedene Schweizer Referenden und die verfassungsrechtlichen Probleme eines EU-Beitritts der Schweiz thematisiert. Dies führt Kutter zu einer Synopse grundsätzlicher Unterschiede zwischen der direktdemokratischen und der repräsentativen Demokratieform, die seine Befürwortung einer direkten Beteiligung des Volkes unterstreichen (170-180).
Inhalt: Worte großer Vorsitzender; 1. Doch dann regiert das Volk; 2. Wer ist das Volk?; 3. Exkursion nach Graubünden; 4. Repräsentative gegen direkte Demokratie; 5. Ein Albumblatt für Theodor Curti; 6. Die republikanische Schwester; 7. Kalifornische Weine; 8. Subsidiarität statt Föderalismus?; 9. Aus der Schweiz Richtung Deutschland geblickt; 10. Was bringen Volksrechte und was nicht?; 11. In den Volksrechten gefangen; 12. Paolis Traum.
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.21 | 2.5 | 2.32
Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Markus Kutter: Doch dann regiert das Volk. Zürich: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2675-doch-dann-regiert-das-volk_3510, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 3510
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M. A., Politikwissenschaftler.
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