/ 05.06.2013
Iris Kempe
Direkte Nachbarschaft. Die Beziehungen zwischen der erweiterten EU und der Russischen Föderation, Ukraine, Weißrußland und Moldova
Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung 1998; 64 S.; kostenlos DM; ISBN 3-89204-827-4Während die zehn mittel- und osteuropäischen Staaten, mit denen die EU die sogenannten Europa-Abkommen abgeschlossen hat, eine besonders hohe Aufmerksamkeit der fünfzehn EU-Staaten erfahren, gibt es bislang nur erste, nach Ansicht der Autoren noch unzureichende Ansätze der Regelungen der Beziehungen zu den GUS-Staaten, insbesondere zu denjenigen, die an die erweiterte Union angrenzen werden. Die Verfasser der Studie verweisen darauf, daß aber gerade die Beziehungen der EU zu jener Region - bestehend aus der Russischen Föderation, der Ukraine, Weißrußland und Moldova - "eine Schlüsselfrage beim Aufbau einer gesamteuropäischen Sicherheitsordnung" (63) darstellen werden. Sie skizzieren die Rahmenbedingungen dieser Beziehungen, erstellen Problemanalysen (insbesondere über Fragen nicht-militärischer Sicherheit innerhalb dieser osteuropäischen Region) und präsentieren einige erste grundsätzliche Lösungsansätze für die künftige Gestaltung der Beziehungen der EU zu diesem Raum und dessen Stabilisierung durch die Union.
Axel Lüdeke (AL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 3.6 | 2.62
Empfohlene Zitierweise: Axel Lüdeke, Rezension zu: Iris Kempe: Direkte Nachbarschaft. Gütersloh: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6655-direkte-nachbarschaft_8983, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8983
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Dr., Politikwissenschaftler.
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