/ 03.06.2013
Rainer Jung
Die Zentrale Disziplinkontrollkommission der Kommunistischen Partei Chinas in einer Phase des Übergangs von der personen- zur stärker institutionenbezogenen Herrschaft 1978 bis 1992
Münster: Lit 1996 (Studien zur Politikwissenschaft Schwerpunkt Asien und Afrika 2); 272 S.; brosch., 48,80 DM; ISBN 3-8258-2935-9Diss. Münster; Erstgutachter: P. Kevenhörster. - Die grassierende Korruption ist gegenwärtig eines der größten Probleme in China. Zu ihrer Bekämpfung wurde schon 1978 mit Beginn der Reformpolitik die Zentrale Disziplinkontrollkommission eingerichtet. Obwohl Vetternwirtschaft den Machterhalt der Kommunistischen Partei Chinas zunehmend gefährdet, war bisher wenig über die Arbeit der Kommission bekannt. Der Autor hat sich zum Ziel gesetzt, die Stellung der ZDKK im Gefüge der zentralen Parteiorganisationen und ihre Bedeutung für die Reformpolitik darzustellen. Sein wichtigstes Erkenntnisinteresse besteht in der Frage, ob sich für die ZDKK Institutionalisierungstendenzen nachweisen lassen oder ob sie wie so oft bei neuen Institutionen in der Geschichte der chinesischen Kommunistischen Partei nur als Werkzeug und Handlanger für einzelne Gruppierungen in der Partei dient. Jung kommt zu dem Schluß, daß die ZDKK innerhalb der Parteiorganisation nie ein eigenständiges Gewicht erlangen konnte.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Rainer Jung: Die Zentrale Disziplinkontrollkommission der Kommunistischen Partei Chinas in einer Phase des Übergangs von der personen- zur stärker institutionenbezogenen Herrschaft 1978 bis 1992 Münster: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2490-die-zentrale-disziplinkontrollkommission-der-kommunistischen-partei-chinas-in-einer-phase-des-uebergangs-von-der-personen--zur-staerker-institutionenbezogenen-herrschaft-1978-bis-1992_3201, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 3201
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M. A., Politikwissenschaftler.
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