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/ 18.06.2013
Yama Olumi

Die Taliban 1994-1998. Der Stellenwert von Ethnizität im afghanischen Bürgerkrieg

Berlin: VWF 2002 (Akademische Abhandlungen zu den politischen Wissenschaften); XIV, 157 S.; pb., 19,90 €; ISBN 3-89700-353-8
Der im Untertitel vorhandene ethnische Aspekt steht im Mittelpunkt von Olumis Analyse der Taliban und Afghanistans. Die Instrumentalisierung der Ethnizität durch einzelne Warlords führte zur fragmentierten Situation wie wir sie heute vorfinden. Die Darstellung der Entwicklung der Taliban sowie der Struktur und Zielsetzungen ihrer Herrschaft, aber auch die Analyse der Zerfallsprozesse staatlich organisierter Macht tragen zur Klärung der Frage bei, warum die Afghanen „der Verführung durch ethnische Unternehmer nicht widerstanden und gegen die eigenen Landsleute in den Kampf zogen" (140). Olumi leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufschlüsselung der Situation in Afghanistan mit all ihren Cleavages, die bisher auch von der westlichen Politik noch (zu) wenig verstanden werden. Die etwas unübersichtliche Gliederung schmälert den Wert der Studie in keiner Weise. Inhalt: II. Ethnizität und ethnische Gruppe; III. Die Taliban - Herkunft und Entwicklung; IV. Afghanistan unter den Taliban; V. Schlussbetrachtung.
Florian Peter Kühn (KÜ)
Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.682.252.232.24 Empfohlene Zitierweise: Florian Peter Kühn, Rezension zu: Yama Olumi: Die Taliban 1994-1998. Berlin: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19244-die-taliban-1994-1998_22351, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22351 Rezension drucken
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