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/ 11.06.2013
Philippe Braillard

Die Schweiz im Fadenkreuz. Jüdische Vermögen und "Nazi-Gold". Eine Autopsie. Übersetzt aus dem Französischen von Dr. Rudolphe Eckert

Zürich: Orell Füssli 1999; 190 S.; geb., 56,- DM; ISBN 3-280-02810-8
Im Frühjahr 1996 geriet die Schweiz ins Kreuzfeuer schwerster Anschuldigungen: Der Vorwurf lautete, dass die Eidgenossenschaft während des Zweiten Weltkriegs als eifriger Bankier Hitlers die Kriegsanstrengungen Nazi-Deutschlands gestützt und die Aufnahme Tausender vor dem Holocaust geflohener Juden abgelehnt habe. Zudem habe sie sich durch die Hehlerei und das Weißwaschen der gestohlenen Vermögen von den Opfern des Dritten Reiches bereichert. Nach Kriegsende sollen Schweizer Banken unter dem Deckmantel "Bankgeheimnis" alles getan haben, damit die Erben der Opfer deren Vermögen nicht wiedererlangten. Braillard - Professor für Politologie an der Universität Genf - will "den Mechanismus einer Krise ins Licht rücken, welche die Schweiz so sehr erschütterte" und erklären, "weshalb die Krise ein solches Ausmass angenommen hat und warum sich die Angriffe jüdischer Organisationen und gewisser politischer Kreise so sehr auf die Schweiz konzentrierten" (8 f.). Inhaltsübersicht: 1. Der Ablauf einer eigenartigen Krise; 2. Die Schweiz im Auge des Sturms; 3. Das gefährliche Spiel jüdischer Organisationen; 4. Die zwiespältige Rolle der Vereinigten Staaten; 5. Sich erinnern - eine Pflicht; 6. Die Krise als Katalysator für die Infragestellung unserer Eigenart.
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.52.23 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Philippe Braillard: Die Schweiz im Fadenkreuz. Zürich: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10609-die-schweiz-im-fadenkreuz_12546, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12546 Rezension drucken
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