/ 20.06.2013
Eugen Krieger
Die Europakandidatur der Türkei. Der Entscheidungsprozess der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft während der Assoziierungsverhandlungen mit der Türkei 1959-1963
Zürich: Chronos Verlag 2006; 252 S.; brosch., 32,- €; ISBN 978-3-0340-0760-3Geschichtswiss. Diss. Basel; Gutachter: G. Kreis, U. Steinbach. – Krieger analysiert den innereuropäischen Entscheidungsprozess während der Assoziierungsverhandlungen mit der Türkei in den Jahren 1959-1963 und arbeitet „die nationalen Motivationen und Ziele auf Seiten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft hinsichtlich des Abkommens von Ankara [heraus], um damit einen Beitrag zum Verständnis der heutigen Probleme im europäisch-türkischen Verhältnis zu leisten“ (17). Im Zentrum der rein historischen Untersuchung steht die Analyse von Dokumenten der EWG aus den Historischen Archiven der Europäischen Gemeinschaft in Florenz, die weitgehend als vertraulich eingestuft waren und erst seit kurzem der Forschung zugänglich sind. Zunächst beantwortet der Autor die Frage, weshalb es 1959 überhaupt zur Aufnahme von Assoziationsverhandlungen zwischen der Türkei und der EWG kam, sodann stellt er den Verlauf der Assoziierungsverhandlungen dar – unter Berücksichtigung des Verhältnisses zum griechischen Nachbarn. Auch geht er darauf ein, welchen Einfluss die einzelnen Mitgliedsregierungen auf die EWG-interne Kompromisssuche bei der Gestaltung des Assoziierungsabkommen nahmen, vor allem welche Positionen die Bundesrepublik und Frankreich vertraten.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.1 | 4.22 | 3.6 | 2.63
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Eugen Krieger: Die Europakandidatur der Türkei. Zürich: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25654-die-europakandidatur-der-tuerkei_29764, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29764
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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