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/ 11.06.2013
Susanna Schrafstetter

Die dritte Atommacht. Britische Nichtverbreitungspolitik im Dienst von Statussicherung und Deutschlandpolitik 1952-1968

München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag 1999 (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 79); 254 S.; 40,- DM; ISBN 3-486-64579-X
Geschichtswiss. Diss. München; Gutachter: H. G. Hockerts. - Großbritannien war nach den USA und der Sowjetunion der dritte Staat, der - wenn auch mit technischer Hilfe durch die Vereinigten Staaten - im Jahre 1952 den Status einer Nuklearmacht erreichte. Hinter dem britischen Bestreben, Atomwaffen zu besitzen, stand dabei zweifellos auch der Versuch, den Abstieg zu einer Mittelmacht aufzuhalten. Die britische Nichtverbreitungspolitik muß - so eine Erkenntnis dieser Studie - vor diesem Hintergrund gesehen werden. Die Autorin untersucht insbesondere die Rolle Großbritanniens in den internationalen Verhandlungen um den Nichtverbreitungsvertrag von 1958 bis 1962. Neben der genauen Darstellung der Motive, Positionen und Konzepte berücksichtigt Schrafstetter auch die Tatsache, daß die Non-Proliferation auch in die internationale Politik des Untersuchungszeitraums eingeordnet werden muß. Eine wichtige Rolle spielte dabei stets das Verhältnis Großbritanniens zu den USA, den europäischen Verbündeten sowie zur Sowjetunion.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.224.41 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Susanna Schrafstetter: Die dritte Atommacht. München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10654-die-dritte-atommacht_12598, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12598 Rezension drucken
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