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/ 18.06.2013
Thomas Engelbert

Die chinesische Minderheit im Süden Vietnams (Hoa) als Paradigma der kolonialen und nationalistischen Nationalitätenpolitik

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2002; 711 S.; brosch., 91,- €; ISBN 3-631-38940-X
Habilitationsschrift Philosoph. Fakultät HU Berlin. - Im Blickpunkt des Autors, der sich im Fach Geschichte Südostasiens habilitierte, steht die chinesische Minderheit der Hoa im Süden Vietnams. Er betrachtet die chinesische Einwanderung und die Nationalitätenpolitik gegenüber den Hoa in der alten Zeit, während der französischen Kolonialzeit, unter den Bedingungen des I. Indochina-Krieges und schließlich die Behandlung der Hoa im wieder vereinigten Vietnam. Engelbert interessiert die wirtschaftliche und politische Entwicklung der Hoa vor dem Hintergrund des französischen Kolonialismus sowie des vietnamesischen und chinesischen Nationalismus und Kommunismus. Dabei stellt er Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zwischen Nord- und Südvietnam, zwischen Vietnam und anderen Ländern Südostasiens sowie zwischen den Hoa und anderen ethnischen Gruppen in Vietnam heraus. Für diese voluminöse Studie hat Engelbert eine Fülle von Quellen in europäischen Sprachen und auch in vietnamesischer sowie chinesischer Sprache ausgewertet; die Literaturliste und das Personenverzeichnis sind umfangreich, Karten und Fotos ergänzen die Arbeit.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.682.234.42 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Thomas Engelbert: Die chinesische Minderheit im Süden Vietnams (Hoa) als Paradigma der kolonialen und nationalistischen Nationalitätenpolitik Frankfurt a. M. u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19210-die-chinesische-minderheit-im-sueden-vietnams-hoa-als-paradigma-der-kolonialen-und-nationalistischen-nationalitaetenpolitik_22313, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22313 Rezension drucken
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