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/ 21.06.2013
Muhammad Yunus / Karl Weber

Die Armut besiegen. Aus dem Amerikanischen von Stephan Gebauer. Das Programm des Friedensnobelpreisträgers

München: Carl Hanser Verlag 2008; 311 S.; geb., 19,90 €; ISBN 978-3-446-41236-1
Mit der Verleihung des Friedensnobelpreises 2006 an den in Bangladesh lebenden und als Wirtschaftswissenschaftler sowie Entwicklungsinitiator tätigen Yunus wurde zugleich dessen Konzept der Grameen-Bank ausgezeichnet, die Kleinstkredite an Arme vergibt. Ziel ist es dabei, Armen zu helfen, ihre Armut zu überwinden. Mikrokredite sind der eine Pfeiler, Sozialunternehmen der andere. Wie erfolgreich das Konzept der Mikrokredite ist, belegen die fast sieben Millionen Kreditnehmer, die zu 97 Prozent Frauen sind. Damit leistet die Grameen-Bank einen regional höchst bedeutsamen Beitrag zur Bekämpfung der Armut. Das erhofft Yunus auch für das Konzept des Sozialunternehmens. Darunter versteht er im Unterschied zur traditionellen Unternehmenskultur, die auf Gewinnmaximierung abzielt, ein Unternehmertum, das auf sozialen Nutzen ausgerichtet ist. Ein solches Unternehmen „kann Gewinne erzielen, aber die Investoren, die es mit Kapital ausgestattet haben, nehmen keinerlei Gewinne aus dem Unternehmen heraus, die über die Rückerstattung ihrer ursprünglichen Investition hinausgehen.” (25) Yunus weist damit hoffnungsvolle Wege aus der Armut. In diesem Band werden diese Wege konkret beschrieben. Dokumentiert ist außerdem die Nobelpreisrede, die Yunus im Dezember 2006 in Oslo hielt.
Klaus Kremb (KK)
Dr., Oberstudiendirektor, Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler, Lehrbeauftragter, Fachgebiet Politikwissenschaft, TU Kaiserslautern.
Rubrizierung: 4.442.682.2624.454.43 Empfohlene Zitierweise: Klaus Kremb, Rezension zu: Muhammad Yunus / Karl Weber: Die Armut besiegen. München: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29473-die-armut-besiegen_34891, veröffentlicht am 16.09.2008. Buch-Nr.: 34891 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA