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/ 04.06.2013
Michael Behrens / Robert von Rimscha

Der Kleine Bruder. Deutschland und das Modell USA

Bonn: Bouvier Verlag 1997; 199 S.; geb., 38,- DM; ISBN 3-416-02712-4
Dies ist nicht die erste Gemeinschaftsarbeit der beiden Autoren, die sich in flotter journalistischer Schreibe mit den USA befaßt (siehe ZPol 4/96: 1.204). Das Band wird weitgespannt; Globalisierung und Dezentralisierung, Werte, Gewaltkriminalität, Parteien, Migration, Gesundheitspolitik, Humor, Rassenprobleme, Gewerkschaften und NATO - diese Liste ist so ähnlich bunt und willkürlich ausgewählt wie die assoziative Abfolge der Überlegungen im Buch. Der Tenor lautet, daß Deutschland von Amerika die Innovationsfreude und die Bewahrung von Freiheit aus beständigem Wandel übernehmen muß, wenn es seine Position in der Welt halten will. Das alles ist munter zu lesen, aber Politikwissenschaft ist dieser lange Essay nicht, will es wohl auch nicht sein. Eine wissenschaftliche Kritik eines Buches, das kein Literaturverzeichnis enthält, keine einzige Anmerkung, und das keine Quelle nachweist, ist ohnehin nicht so recht möglich.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.352.642.23 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Michael Behrens / Robert von Rimscha: Der Kleine Bruder. Bonn: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4114-der-kleine-bruder_5820, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 5820 Rezension drucken
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