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/ 19.06.2013
Hans Krech

Der Afghanistan-Konflikt (2002-2004) Fallstudie eines asymmetrischen Konflikts. Ein Handbuch

Berlin: Verlag Dr. Köster 2004 (Bewaffnete Konflikte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes 15); 161 S.; 27,80 €; ISBN 3-89574-540-5
Das Buch beruht auf landeskundlichen Einweisungen, die der Autor seit Anfang 2002 innerhalb der Bundeswehr veranstaltet hat. Er gibt darin in Stichwortform Informationen über die Sicherheitslage in Afghanistan. Aufgelockert wird das Ganze durch poetische Gehversuche Krechs, die hart an der Grenze zur Peinlichkeit verlaufen. Diese Grenze wird jedoch klar überschritten, wenn er in ungelenkten Kinderzeichnungen den Lesern darstellen will, wie „der" Paschtune, „der" Tadschike, „der" Hazara aussieht. Bei Letzteren hält Krech es sogar sowohl in der Zeichung als auch im Text für nötig, auf die „Schlitzaugen" hinzuweisen (21). Auch die Bewaffnung afghanischer Mudjahedin wird in putzigen Zeichnungen illustriert, deren Informationsgehalt sich auf Kindergartenniveau bewegt. Der Großteil des Buchs besteht aus einer Chronologie der Entwicklung in Afghanistan von 2002-2004. Allerdings wirkt auch sie reichlich willkürlich zusammengestellt. Insgesamt ist dieses Buch ein einziges Ärgernis. Man kann nur hoffen, dass den Bundeswehrsoldaten, die in Afghanistan Dienst tun, noch bessere Informationsmaterialien angeboten werden.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.412.682.252.644.22 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Hans Krech: Der Afghanistan-Konflikt (2002-2004) Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21453-der-afghanistan-konflikt-2002-2004_25619, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25619 Rezension drucken
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