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/ 18.06.2013
Christoph Egle / Tobias Ostheim / Reimut Zohlnhöfer (Hrsg.)

Das rot-grüne Projekt. Eine Bilanz der Regierung Schröder 1998-2002

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2003; 452 S.; brosch., 32,90 €; ISBN 3-531-13791-3
Mit der Bundestagswahl 1998 wurde ein vollständiger Regierungswechsel herbeigeführt: Zwei vorherige Oppositionsparteien übernahmen die Regierung, die vorherigen Regierungsparteien nehmen die Rolle der Opposition ein. Die Herausgeber und Autoren untersuchen, inwieweit sich die andere parteipolitische Ausrichtung in der Politik der Regierung niederschlägt. Die Überprüfung der Parteiendifferenzhypothese ist gemeinsamer theoretischer Bestandteil der Beiträge, aber nicht im Sinne eines einengenden, strikten theoretischen Konzepts. Die Analyse der Rahmenbedingungen des Parteienwettbewerbs, des Regierungsprozesses sowie einzelner Politikfelder führt zu dem notwendigerweise vorläufigen Ergebnis, dass in einer Reihe von Politikfeldern ein „Politikwechsel" stattgefunden hat, der jedoch teilweise - wie zum Beispiel in der Außenpolitik - „gerade nicht die parteipolitische Färbung der Regierung wiederspiegelt" (401). Inhalt: Christoph Egle / Tobias Ostheim / Reimut Zohlnhöfer: Einführung: Eine Topographie des rot-grünen Projekts (9-25). I. Parteien und Strategien: Dieter Roth: Das rot-grüne Projekt an der Wahlurne: Eine Analyse der Bundestagswahl vom 22. September 2002 (29-52); Klaus von Beyme: Die Entwicklung des Parteienwettbewerbs (53-66); Christoph Egle / Christian Henkes: Später Sieg der Modernisierer über die Traditionalisten? Die Programmdebatte in der SPD (67-92); Christoph Egle: Lernen unter Stress: Politik und Programmatik von Bündnis 90/Die Grünen (93-116); Axel Murswieck: Des Kanzlers Macht: Zum Regierungsstil Gerhard Schröders (117-135); Rolf G. Heinze: Das „Bündnis für Arbeit" - Innovativer Konsens oder institutionelle Erstarrung? (137-161); Wolfgang Merkel: Institutionen und Reformpolitik: Drei Fallstudien zur Vetospieler-Theorie (163-190). II. Politikfelder: Reimut Zohlnhöfer: Rot-grüne Finanzpolitik zwischen traditioneller Sozialdemokratie und neuer Mitte (193-214); Susanne Blancke / Josef Schmid: Bilanz der Bundesregierung Schröder in der Arbeitsmarktpolitik 1998-2002: Ansätze zu einer doppelten Wende (215-238); Manfred G. Schmidt: Rot-grüne Sozialpolitik (1998-2002) (239-258); Anja K. Hartmann: Patientennah, leistungsstark, finanzbewusst? Die Gesundheitspolitik der rot-grünen Bundesregierung (259-281); Christian Henkes / Sascha Kneip: Die Bildungspolitik der rot-grünen Bundesregierung 1998-2002 (283-303) Andreas Busch: Extensive Politik in den Klippen der Semisouveränität: Die Innen- und Rechtspolitik der rot-grünen Koalition (305-327); Lutz Mez: Ökologische Modernisierung und Vorreiterrolle in der Energie- und Umweltpolitik? Eine vorläufige Bilanz (329-350); Tobias Ostheim: Praxis und Rhetorik deutscher Europapolitik (351-380); Frank R. Pfetsch: Die rot-grüne Außenpolitik (381-398); Reimut Zohlnhöfer: Rot-grüne Regierungspolitik in Deutschland 1998-2002. Versuch einer Zwischenbilanz (399-419).
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.3222.3312.343.74.212.332 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Christoph Egle / Tobias Ostheim / Reimut Zohlnhöfer (Hrsg.): Das rot-grüne Projekt. Wiesbaden: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19328-das-rot-gruene-projekt_22465, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22465 Rezension drucken
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