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/ 04.06.2013
Birgit Pickel

Coloured Ethnicity and Identity. A Case Study in the former coloured Areas in the Western Cape/South Africa

Hamburg: Lit 1997 (Demokratie und Entwicklung 28); 124 S.; 29,80 DM; ISBN 3-8258-3418-2
Auch nach den Wahlen von 1994 befinden sich die sogenannten "coloured people" gegenüber den "schwarzen" und den "weißen" Südafrikanern in einer schwierigen gesellschaftlichen Position. Pickels Analyse geht der Frage nach, warum sich frühere Verbindungen innerhalb und zwischen den "coloured" Gruppierungen direkt im Anschluß an das Ende der Apartheid auflösten (6). Die Autorin untersucht anhand verschiedener "coloured communities" der westlichen Kap-Region, welche historischen, politischen und sozioökonomischen Entwicklungen die Erfahrungen und Wahrnehmungen der "coloureds" geprägt haben und wie heterogen oder geschlossen sich diese Gruppen darstellen (7). Im Ergebnis unterscheiden sich "coloureds" in Südafrika besonders in bezug auf Klassenstrukturen, Sprache und Religion (109). Die vom Apartheidregime intendierte Bildung einer gemeinsamen Identität hat sich nicht herausgebildet, was heute ein Hinderungsgrund für die Artikulation gemeinsamer Interessen darstellt. Diese Heterogenität und die "Mittelposition" der "coloureds", weder "schwarz" noch "weiß" zu sein, erschwert die Integration dieser Bevölkerungsgruppe in die südafrikanische Gesellschaft; sie bewirkt Spannungen innerhalb und zwischen den Bevölkerungsteilen.
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.674.42 Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Birgit Pickel: Coloured Ethnicity and Identity. Hamburg: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4497-coloured-ethnicity-and-identity_6310, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6310 Rezension drucken
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