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/ 17.06.2013
Claudius Vellay

Brasilianische Gewerkschaften im Wandel. Der Novo Syndicalismo zwischen Pluralismus und Korporativismus

Köln: Neuer ISP Verlag 2001 (Wissenschaft und Forschung 16); 204 S.; 18,50 €; ISBN 3-89900-016-1
Diplomarbeit Berlin; Gutachter: M. Nitsch. - Seit Ende der 70er-Jahre gewann die brasilianische Gewerkschaftsbewegung erheblich an Bedeutung hinzu und nahm eine wichtige Rolle im Rahmen des Demokratisierungsprozesses des Landes ein. Dabei war es eines der wesentlichen Anliegen des Novo Syndicalismo, eine unabhängige Interessenvertretung der Beschäftigten aufzubauen und den traditionellen Staatskorporatismus der brasilianischen Gewerkschaften aufzubrechen, der u. a. dazu führte, dass die Gewerkschaften von staatlichen Finanzzuwendungen abhängig waren. Die Arbeit will zum einen einen Überblick über die Lage der Gewerkschaften Anfang der 90er-Jahre liefern (neuere Daten lagen noch nicht vor) und zum anderen untersuchen, inwieweit deren Lösung von der staatskorporativen Tradition tatsächlich möglich war. Dabei kommt sie u. a. zu dem Ergebnis, dass es zwar bedeutende Veränderungen gab, die rechtlichen Grundlagen des staatskorporativen Systems jedoch weitgehend unverändert geblieben sind. Inhaltsübersicht: 2. Ein selektiver Rückblick; 3. Die Struktur der Gewerkschaften; 4. Die Finanzierung der Gewerkschaften; 5. Das Handlungsprofil der Gewerkschaften.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.652.22 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Claudius Vellay: Brasilianische Gewerkschaften im Wandel. Köln: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15953-brasilianische-gewerkschaften-im-wandel_18255, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18255 Rezension drucken
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