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/ 17.06.2013
Jochen Höttcke

Argentinien zwischen Deutschland und den USA 1939-45. Prolog zu Perón?

Berlin: dissertation.de 2000; 297 S.; 35,28 €; ISBN 3-89825-105-5
Diss. Philosophische Fakultät Freiburg i. Br.; Gutachter: B. Martin, W. Berg. - Zurzeit des Zweiten Weltkrieges nahm Argentinien eine Sonderrolle innerhalb der lateinamerikanischen Länder ein und widerstand lange den politischen und wirtschaftlichen Interventionsversuchen der USA. Die Arbeit analysiert, warum es diesem Land damals im Gegensatz zu den anderen lateinamerikanischen Ländern gelang, sich gegen diesen Druck zu behaupten. Ein Faktor waren die engen Beziehungen Argentiniens zu Deutschland. Nicht selten wurden in der Literatur massive ideologische deutsche Einflussversuche konstatiert, die jedoch - so der Autor - nach neueren Erkenntnissen tatsächlich nur von untergeordneter Bedeutung waren. Allerdings unterhielt Argentinien enge wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland. Neben diesem Aspekt waren zugleich innerargentinische Faktoren wesentlich für diesen argentinischen Sonderweg, der inzwischen jedoch in einer weitgehenden Unterordnung des Landes unter den amerikanischen Hegemonialanspruch aufgegangen ist. Inhaltsübersicht: II. Ausgangslage: Argentinien, Deutschland und die USA in den dreißiger Jahren; III. Argentinien und der Krieg in Europa 1939-41; IV. Argentinien und der Kriegseintritt der USA; V. Prolog zu Péron - die Armee an der Macht.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.654.22 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Jochen Höttcke: Argentinien zwischen Deutschland und den USA 1939-45. Berlin: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15822-argentinien-zwischen-deutschland-und-den-usa-1939-45_18056, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18056 Rezension drucken
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