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/ 03.06.2013
Regine Igel

Andreotti. Politik zwischen Geheimdienst und Mafia

München: Herbig 1997; 378 S.; 39,90 DM; ISBN 3-7766-1951-1
Giulio Andreotti war siebenmal Regierungschef in Rom, Finanz-, Außen- und Verteidigungsminister, bevor er 1995 unter Anklage von Mafia-Kontakten vor Gericht gestellt wurde. Daß die USA und die NATO während des Kalten Krieges größtes Interesse daran hatten, daß die Democrazia Cristiana in Italien an der Macht blieb und daß Andreotti ein Meister des italienischen Klientelismus war, ist ein Allgemeintopos. Der Beweis, daß Amerikaner, Vatikan, Freimaurer und Mafia mit Andreotti in Italien ein Netz, in dem dieser gleichsam als Spinne saß, webten, wird zwar reißerisch auf vielen Seiten ausgebreitet, aber letztlich nicht plausibel. Inhaltsübersicht: 1. Der Fall Andreotti; 2. Der unorthodoxe Krieg und die Strategie der Spannung; 3. Geheimpolitik wird von Geheimorganisationen gemacht; 4. Vom Nutzen der Mafia.
Heinz-Werner Höffken (Hö)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.612.242.252.644.22 Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Regine Igel: Andreotti. München: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2156-andreotti_2621, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 2621 Rezension drucken
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