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/ 12.06.2013
Klaus König / Natascha Füchtner

"Schlanker Staat" - eine Agenda der Verwaltungsmodernisierung im Bund

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000 (Verwaltungsorganisation, Staatsaufgaben und Öffentlicher Dienst 45); 430 S.; ISBN 3-7890-6840-3
Mit Beginn der 13. Legislaturperiode wurde - nach einigen Jahren Verspätung gegenüber Kommunen und Ländern - die Modernisierung der Verwaltung auf Bundesebene beschlossen und unter dem Leitbild des "schlanken Staates" zum programmatischen Ziel erklärt. Die Autorin und der Autor haben den Reformprozess in einem Projekt des Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer ("'Schlanker Staat' - Verwaltungsmodernisierung im Bund") wisse...
Klaus König / Natascha Füchtner

"Schlanker Staat" - eine Agenda der Verwaltungsmodernisierung im Bund

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000 (Verwaltungsorganisation, Staatsaufgaben und Öffentlicher Dienst 45); 430 S.; brosch., 98,- DM; ISBN 3-7890-6840-3
Mit Beginn der 13. Legislaturperiode wurde - nach einigen Jahren Verspätung gegenüber Kommunen und Ländern - die Modernisierung der Verwaltung auf Bundesebene beschlossen und unter dem Leitbild des "schlanken Staates" zum programmatischen Ziel erklärt. Die Autorin und der Autor haben den Reformprozess in einem Projekt des Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer ("'Schlanker Staat' - Verwaltungsmodernisierung im Bund") wissenschaftlich begleitet und schließen ihre Arbeit mit diesem Band ab. Nach einem Überblick über den Verwaltungsdiskurs im Bund werden die einzelnen Reformschritte entlang der vier Modernisierungsfelder "organisatorische Restrukturierung, die Übernahme betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente, die Neubestimmung öffentlicher Aufgaben und Wahrnehmungsmodalitäten und der veränderte Umgang mit der Ressource 'Personal'" (97) ausführlich nachgezeichnet und kritisch bewertet. Im Unterschied zu früheren Reformbewegungen galt in der 13. Legislaturperiode einzig der effiziente und effektive Staat als Orientierungspunkt (346). Die Umsetzung des Leitbildes zeichnete sich durch ein selektives Aufgreifen einzelner Komponenten der internationalen Reform-Agenda, wobei es "an politischer Linie gemangelt hat" (381), aus. Die Ergebnisse dieser umfassenden Bestandsaufnahme werden zum Teil in den internationalen Kontext der Staatsmodernisierung eingeordnet und es ist vor diesem Hintergrund keineswegs überraschend, dass die Verwaltungsmodernisierung des Bundes am Ende der 13. Legislaturperiode unvollendet ist. Abschließend wird ein Ausblick auf die neue Regierung der 14. Legislaturperiode gegeben: Aufgrund der "ideologische[n] Breite des Neuen Öffentlichen Managements" (17) und durch das selektive Vorgehen der Vorgängerin steht es der neuen Regierung offen, eine "eigene Agenda der Verwaltungsmodernisierung [zu] entwickeln, ohne den international erprobten Pfad von Innovation und Reform verlassen zu müssen oder auf Hypotheken der Vorgänger verpflichtet zu sein" (381) - wie dies im Leitbild des aktivierenden Staates zum Ausdruck kommt.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3222.32 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Klaus König / Natascha Füchtner: "Schlanker Staat" - eine Agenda der Verwaltungsmodernisierung im Bund Baden-Baden: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13451-schlanker-staat---eine-agenda-der-verwaltungsmodernisierung-im-bund_16119, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16119 Rezension drucken
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