/ 11.06.2013
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft. Essays. Aus dem Englischen von Matthias Grässlin, Reinhard Kaiser, Christiane Mayer und Joachim Schulte
Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 2000; 191 S.; ISBN 3-596-14762-XIn sieben Aufsätzen und einem Gespräch versucht Rorty, die Leser dazu zu "überreden", seinen neopragmatistischen Standpunkt einzunehmen und den Glauben an eine zu entdeckende Wahrheit fallen zu lassen: "Was ich zeigen möchte ist: Wann immer wir über eine bessere wissenschaftliche Theorie verfügen oder eine erfolgreiche sozio-ökonomische Revolution herbeiführen oder ein bestimmter religiöser Glaube an Einfluss gewinnt oder verliert, macht es wenig Sinn zu sagen, dass wir nun dem eigentlichen Sose...
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft. Essays. Aus dem Englischen von Matthias Grässlin, Reinhard Kaiser, Christiane Mayer und Joachim Schulte
Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 2000; 191 S.; 26,90 DM; ISBN 3-596-14762-XIn sieben Aufsätzen und einem Gespräch versucht Rorty, die Leser dazu zu "überreden", seinen neopragmatistischen Standpunkt einzunehmen und den Glauben an eine zu entdeckende Wahrheit fallen zu lassen: "Was ich zeigen möchte ist: Wann immer wir über eine bessere wissenschaftliche Theorie verfügen oder eine erfolgreiche sozio-ökonomische Revolution herbeiführen oder ein bestimmter religiöser Glaube an Einfluss gewinnt oder verliert, macht es wenig Sinn zu sagen, dass wir nun dem eigentlichen Sosein der Dinge näher gerückt sind." (7) Von politikwissenschaftlichem Interesse sind vor allem die Aufsätze "Habermas, Derrida und die Aufgaben der Philosophie" (26-53), in dem er die Antipoden zu versöhnen versucht, sowie "Gerechtigkeit als erweiterte Loyalität" (79-100). Einblick in die Genese der Philosophie Rortys gibt der humoristisch geschriebene, sehr lesenswerte autobiographische Aufsatz "Wilde Orchideen und Trotzki" (137-160). Die in Klammern angegebenen Jahreszahlen beziehen sich auf die englischen Originaltexte und -vorträge.
Inhalt: Philosophie & die Zukunft (1995); Habermas, Derrida und die Aufgaben der Philosophie (1998); Analytische Philosophie und verändernde Philosophie (1998); Gerechtigkeit als erweiterte Loyalität (1997); Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit (1997); "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache" (2000); Wilde Orchideen und Trotzki (1993); Überreden ist gut. Ein Gespräch mit Richard Rorty (1998).
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.42
Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Richard Rorty: Philosophie & die Zukunft. Frankfurt a. M.: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12461-philosophie--die-zukunft_14897, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 14897
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M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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