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/ 12.06.2013
Julia Schmidt-Häuer

Menschenrechte - Männerrechte - Frauenrechte. Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsproblem

Hamburg: Lit 2000 (Geschlecht-Kultur-Gesellschaft 6); VIII, 345 S.; brosch., 25,51 €; ISBN 3-8258-4783-7
Politikwiss. Diss. Universität der Bundeswehr Hamburg; Gutachter: J. Hartmann. - Menschenrechte wurden lange Zeit als ausschließlich gegen den Staat gerichtete Freiheits- und Abwehrrechte gesehen. Gewalt gegen Frauen wird jedoch oftmals im privaten Rahmen verübt und wurde deshalb lange nicht mit dem Menschenrechtskonzept in Verbindung gebracht. Erst seit den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts ist ein stetiger Umdenkungsprozess festzustellen. Die Verfasserin fragt nach den Gründen für den l...
Julia Schmidt-Häuer

Menschenrechte - Männerrechte - Frauenrechte. Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsproblem

Hamburg: Lit 2000 (Geschlecht-Kultur-Gesellschaft 6); VIII, 345 S.; brosch., 25,51 €; ISBN 3-8258-4783-7
Politikwiss. Diss. Universität der Bundeswehr Hamburg; Gutachter: J. Hartmann. - Menschenrechte wurden lange Zeit als ausschließlich gegen den Staat gerichtete Freiheits- und Abwehrrechte gesehen. Gewalt gegen Frauen wird jedoch oftmals im privaten Rahmen verübt und wurde deshalb lange nicht mit dem Menschenrechtskonzept in Verbindung gebracht. Erst seit den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts ist ein stetiger Umdenkungsprozess festzustellen. Die Verfasserin fragt nach den Gründen für den lange unzureichenden Menschenrechtsschutz von Frauen und untersucht, ob die bestehenden Menschenrechtsinstrumentarien den spezifischen Problemen und Risken von Frauen gerecht werden. Sie verfährt dabei im Wesentlichen historisch-rekursiv und kontrastiert die ideengeschichtliche und politische Sicht der Menschenrechte mit einer feministischen Perspektive. "Ziel ist es, einerseits den klassischen Kerngehalt des Menschenrechtsgedankens herauszuschälen, andererseits aber auch etwaige Widersprüche zwischen Theorie und Praxis zu erfassen und hier jeweils die Frauen zu verorten." (8) Inhaltsübersicht: I. Genese der Menschenrechte: Ausschluß und schrittweise Inklusion von Frauen: 1. Die vormoderne Welt; 2. Rationalistische Naturrechtslehre und Kontraktualismus in der Frühen Neuzeit; 3. Staatsrechtliche Anerkennung von Menschenrechten im Nationalstaat und der Status von Frauen; 4. Der lange Weg zu Menschenrechten für die Frauen. 5. Die Trennung zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre. II. "Gewalt gegen Frauen" als Menschenrechtsproblem: 1. Das weltweit verbreitete Phänomen "Gewalt gegen Frauen" - empirische Befunde; 2. Die politische Ausprägung der Menschenrechte im Völkerrecht und der Status der Frauen. Exkurs: Feministische Alternativen zur herkömmlichen Sphärentrennung - Verschiebung der Grenzziehung und Reinterpretation von "Öffentlichkeit" und "Privatheit".
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.422.27 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Julia Schmidt-Häuer: Menschenrechte - Männerrechte - Frauenrechte. Hamburg: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13567-menschenrechte---maennerrechte---frauenrechte_16253, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16253 Rezension drucken
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