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/ 11.06.2013
Yigal Wagner

Martin Bubers Kampf um Israel. Sein zionistisches und politisches Denken

Potsdam: Verlag für Berlin-Brandenburg 1999 (Schriften des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg 1); 343 S.; brosch., 37,84 €; ISBN 3-932981-54-5
Populärwissenschaftliche Veröffentlichungen über den Staat Georgien nach dem Zerfall der Sowjetunion waren in der deutschen Buchlandschaft Mangelware. In den letzten Jahren sind jedoch einige ausgiebige Reiseberichte erschienen. Die schlaglichtartigen Essays von Nielsen, der als stellvertretender Botschafter von 1992 bis 1999 in Tbilissi weilte, gehören dazu. Die eigenwillige Transformationsdynamik des Landes im Kaukasus beschreibt der deutsche Diplomat aus der Perspektive eines aufmerksamen Bet...
Yigal Wagner

Martin Bubers Kampf um Israel. Sein zionistisches und politisches Denken

Potsdam: Verlag für Berlin-Brandenburg 1999 (Schriften des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg 1); 343 S.; brosch., 37,84 €; ISBN 3-932981-54-5
Populärwissenschaftliche Veröffentlichungen über den Staat Georgien nach dem Zerfall der Sowjetunion waren in der deutschen Buchlandschaft Mangelware. In den letzten Jahren sind jedoch einige ausgiebige Reiseberichte erschienen. Die schlaglichtartigen Essays von Nielsen, der als stellvertretender Botschafter von 1992 bis 1999 in Tbilissi weilte, gehören dazu. Die eigenwillige Transformationsdynamik des Landes im Kaukasus beschreibt der deutsche Diplomat aus der Perspektive eines aufmerksamen Betrachters: Als er seine Stelle antrat, lag Georgien in Agonie. Der Krieg mit Abchasien zerriss das Land. Der Verbrecher Dschaba Josseliani mit seinen Gefolgsleuten, den mchedrioni, terrorisierte die Hauptstadt. Die staatlichen Strukturen waren kaum ausgeprägt. Überall herrschte Mangel. Sieben Jahre später hat sich die politische Lage stabilisiert und das öffentliche Leben stabilisiert. Seit 1992 ist Eduard Schewardnadse als Staatchef des Landes Garant für die Entwicklung. So ist der Autor optimistisch, dass sich in Georgien Demokratie und Marktwirtschaft langsam festigen. In der Darstellung seiner Alltagserlebnisse unternimmt Nielsen breit angelegte Exkurse zur Geschichte Georgiens, zur Politik, zur Literatur und zur Lebensart. Durch seinen Faktenreichtum ist das Werk eine Fundgrube für Georgien-Freunde. Eine detaillierte Karte des Landes und ein umfangreiches Literaturverzeichnis runden das Buch ab. Doch der episodische Charakter seiner zuweilen sehr nüchternen Schilderungen erreichen nicht ganz das Jean Paul'sche Motto des Bandes: Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. Inhalt: 1. Flug von Frankfurt na Tiflis; 2. Ausflug mit dem Hubschrauber nach Swanetien; 3. Ein sonniger Nachmittag in Bethania und Kiketi; 4. An der Front in Abchasien; 5. Einsamer Spaziergang über den Rustaweli-Prospekt; 6. Im Labyrinth der Altstadt; 7. Bummel durch Awlabar; 8. Auf den Spuren der Deutschen in Bolnissi; 9. Angespannte Sommerfrische in Adscharien; 10. Einweihung der Gedenkstätte für deutsche Kriegsgefangene in Sairme; 11. Im Kloster David Garedschi; 12. Archäologische Ausgrabungen in Dmanissi; 13. Trauer in Uschguli; 14. Fahrt nach Kasbegi; 15. In Wardsia und Tao-Klardschetien; 16. Bei den Chewsuren in Schatili; 17. Ein Sommer in der Kolchis; 18. Gespräche in Zchinwali; 19. Zur Weinlese in Kachetien.
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 2.635.43 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Yigal Wagner: Martin Bubers Kampf um Israel. Potsdam: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12856-martin-bubers-kampf-um-israel_15401, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15401 Rezension drucken
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