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/ 12.06.2013
Karel van Miert

Markt, Macht, Wettbewerb. Meine Erfahrungen als Kommissar in Brüssel. Aus dem Niederländischen von Stefanie Schäfer

Stuttgart/München: Deutsche Verlags-Anstalt 2000; 399 S.; geb., 25,46 €; ISBN 3-421-05384-7
Der Erfahrungsbericht des ehemaligen europäischen Kommissars für Wettbewerbspolitik teilt sich im Wesentlichen in zwei Teile: Der Bericht über den eigenen Werdegang bis hin zum Amt des Kommissars und die Darstellung der kontroversesten Fälle in der Einführung und Durchsetzung des Wettbewerbsrechts aus der Perspektive des Kommissars beziehungsweise der Kommission. Der erste Teil enthält aus elitentheoretischer Perspektive interessante Einblicke in die politische Karriere eines Kommissionsmitglied...
Karel van Miert

Markt, Macht, Wettbewerb. Meine Erfahrungen als Kommissar in Brüssel. Aus dem Niederländischen von Stefanie Schäfer

Stuttgart/München: Deutsche Verlags-Anstalt 2000; 399 S.; geb., 25,46 €; ISBN 3-421-05384-7
Der Erfahrungsbericht des ehemaligen europäischen Kommissars für Wettbewerbspolitik teilt sich im Wesentlichen in zwei Teile: Der Bericht über den eigenen Werdegang bis hin zum Amt des Kommissars und die Darstellung der kontroversesten Fälle in der Einführung und Durchsetzung des Wettbewerbsrechts aus der Perspektive des Kommissars beziehungsweise der Kommission. Der erste Teil enthält aus elitentheoretischer Perspektive interessante Einblicke in die politische Karriere eines Kommissionsmitgliedes, das derselben Generation und derselben Partei entstammt wie eine Vielzahl der heute amtierenden Regierungschefs der Europäischen Union: der sozialdemokratischen Partei. Im zweiten Teil zeichnet sich das Buch eher durch die Breite des Überblicks und die leicht verständliche Sprache aus als durch detaillierte Hintergrundinformationen zu den dargestellten Fällen der Wettbewerbspolitik (z. B. Leuna, West-LB); gleichwohl werden hier auf engem Raum äußerst komplexe politische Entscheidungsprozesse dargestellt, die nicht zum Alltagswissen gehören, zumal sich die journalistische Berichterstattung gerade auf diesem Gebiet zumeist auf wenige besonders hervorstechende Ereignisse beschränkt und so äußerst diskontinuierlich bleibt. Durch die Wiedergabe von Gesprächen mit den jeweils Involvierten erhalten die Verlaufsdarstellungen zum Teil eine stark personenzentrierte, wenn nicht personalisierende Prägung. In die internen Arbeitsabläufe der Kommission gibt der Bericht wenig Einblick, er ist in weiten Strecken in der ersten Person Plural geschrieben. Inhalt: 1. Die frühen Jahre; 2. Auf dem Weg in die Europapolitik; 3. In der europäischen Kommission; 4. Wettbewerbspolitik als neue Herausforderung; 5. Der schwierige Start der Kommission Santer; 6. Die Bank Gottes und die Bank der Landesfürsten; 7. Wie Butter oder Kartoffeln...; 8. Sport ohne Grenzen; 9. Die Kartellknacker; 10. "Es wächst zusammen, was zusammen gehört"; 11. Tauziehen zwischen Europa und den USA; 12. Balztanz der Mediengiganten; 13. Das vorzeitige Ende der Kommission Santer; 14. Rückblick und Blick nach vorn.
Karen Jaehrling (KJ)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 3.12.13.33.63.5 Empfohlene Zitierweise: Karen Jaehrling, Rezension zu: Karel van Miert: Markt, Macht, Wettbewerb. Stuttgart/München: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13163-markt-macht-wettbewerb_15773, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15773 Rezension drucken
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