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/ 11.06.2013
Rainer Eising

Liberalisierung und Europäisierung. Die regulative Reform der Elektrizitätsversorgung in Großbritannien, der Europäischen Gemeinschaft und der Bundesrepublik Deutschland

Opladen: Leske + Budrich 2000 (Gesellschaftspolitik und Staatstätigkeit 20); 369 S.; ISBN 3-8100-2680-8
Überarb. politikwiss. Diss. Mannheim; Gutachter: B. Kohler-Koch, P. Graf Kielmansegg. – In den vergangenen beiden Jahrzehnten haben sowohl die Europäische Gemeinschaft/Union als auch neoliberale Reformprogramme mitgliedstaatlicher Regierungen auf den durch die Globalisierung der Wirtschaft erzeugten Handlungsdruck zu reagieren versucht. Vor diesem Hintergrund analysiert der Autor aus neo-institutioneller Perspektive die in den 90er-Jahren eingeleiteten Reformen der Elektrizitätsversorgung....
Rainer Eising

Liberalisierung und Europäisierung. Die regulative Reform der Elektrizitätsversorgung in Großbritannien, der Europäischen Gemeinschaft und der Bundesrepublik Deutschland

Opladen: Leske + Budrich 2000 (Gesellschaftspolitik und Staatstätigkeit 20); 369 S.; kart., 68,- DM; ISBN 3-8100-2680-8
Überarb. politikwiss. Diss. Mannheim; Gutachter: B. Kohler-Koch, P. Graf Kielmansegg. – In den vergangenen beiden Jahrzehnten haben sowohl die Europäische Gemeinschaft/Union als auch neoliberale Reformprogramme mitgliedstaatlicher Regierungen auf den durch die Globalisierung der Wirtschaft erzeugten Handlungsdruck zu reagieren versucht. Vor diesem Hintergrund analysiert der Autor aus neo-institutioneller Perspektive die in den 90er-Jahren eingeleiteten Reformen der Elektrizitätsversorgung. Historisch-vergleichend untersucht Eising die Entwicklung des Elektrizitätssektors in Großbritannien und Deutschland von 1880 bis heute. Dabei lässt sich feststellen, dass die Zentralisierung des Staates in Großbritannien eine Reform im Bereich der Elektrizitätsversorgung – im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland und der EU – wesentlich begünstigte. Dass es der Europäischen Kommission schließlich doch gelang, eine Liberalisierung des Elektrizitätssektors durchzusetzen, wird durch die hohe Akzeptanz der Binnenmarktintegration, die auf Konsensbildung zielenden Verhandlungsdynamiken der EU sowie regulative Lernprozesse erklärt. Der Autor zeigt in seiner beeindruckenden Studie, dass zum einen die Europäisierung politischer Entscheidungsprozesse die Präferenzen und den Handlungsspielraum mitgliedstaatlicher Akteure zu beeinflussen und zu modifizieren vermag; dass zum anderen aber ebenso eine Reihe von Determinanten aus dem Bereich des mitgliedstaatlichen institutionellen Systems und der dort entwickelten ordnungspolitischen Leitideen auf diese Veränderungen Einfluss ausüben. Aus dem Inhalt: I. Regulative Reformen als politikwissenschaftliches Untersuchungsproblem: 2. Regulative Reformen und die Sektorregime der Elektrizitätsversorgung in der EG. II. Die Evolution der Sektorregime in Großbritannien und Deutschland: 3. Die Institutionalisierung der Sektorregime von 1880-1945; 4. Die Entwicklung der sektoriellen Regime seit 1945. III. Die regulative Reform der Elektrizitätsversorgung: 5. Die Privatisierung der Elektrizitätsversorgung in Großbritannien; 6. Die Liberalisierung der Elektrizitätsversorgung in der Europäischen Gemeinschaft; 7. Die Europäisierung der deutschen und der britischen Elektrizitätsversorgung; 8. Neue Pfade: Mehrebenenverflechtung und Wettbewerbsregime.
Stefan Gänzle (Gä)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.2632.3432.613.5 Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Rainer Eising: Liberalisierung und Europäisierung. Opladen: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12170-liberalisierung-und-europaeisierung_14524, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 14524 Rezension drucken
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