/ 12.06.2013
Werner Weidenfeld / Wolfgang Wessels (Hrsg.)
Jahrbuch der Europäischen Integration 1999/2000
Bonn: Europa Union Verlag 2000; 531 S.; 45,50 €; ISBN 3-7713-0594-2Das Jahrbuch hat allen Grund, einen runden Geburtstag zu feiern, denn dieses solide Nachschlagewerk präsentiert sich in stets guter Form nun schon zum 20. Mal. "Neben den breiten Integrationslinien im Berichtszeitraum werden auch die dünnen leisen Linien im Hintergrund berücksichtigt, die ihre Wirkung außerhalb der Öffentlichkeit entfalten." (9) Die Gliederung der Vorjahre wird fortgeführt, doch setzt diese Ausgabe einen Schwerpunkt auf den Erweiterungsprozess der Europäischen Union, weshalb der...
Werner Weidenfeld / Wolfgang Wessels (Hrsg.)
Jahrbuch der Europäischen Integration 1999/2000
Bonn: Europa Union Verlag 2000; 531 S.; 45,50 €; ISBN 3-7713-0594-2Das Jahrbuch hat allen Grund, einen runden Geburtstag zu feiern, denn dieses solide Nachschlagewerk präsentiert sich in stets guter Form nun schon zum 20. Mal. "Neben den breiten Integrationslinien im Berichtszeitraum werden auch die dünnen leisen Linien im Hintergrund berücksichtigt, die ihre Wirkung außerhalb der Öffentlichkeit entfalten." (9) Die Gliederung der Vorjahre wird fortgeführt, doch setzt diese Ausgabe einen Schwerpunkt auf den Erweiterungsprozess der Europäischen Union, weshalb der Gliederungspunkt 7. eingefügt wurde. Darin beleuchten die Autoren die europapolitische Haltung und die Fortschritte hinsichtlich der Übernahme des gemeinsamen Besitzstandes in den Beitrittsländern; auch die Türkei wird hier miteinbezogen. 80 Autoren - davon im Vergleich zur vorherigen Ausgabe 6 neue - analysieren in 69 Einzelbeiträgen den europäischen Integrationsprozess. Erstmals werden im Anhang keine Dokumente mehr abgedruckt, dafür findet sich unter dem Titel "Europa im Internet" eine Zusammenstellung zentraler Adressen, die einen Überblick über die wichtigsten Informationsquellen im Internet mit Europa-Bezug vermitteln und so als Einstieg für Spezialerhebungen dienen sollen. Neben den weiterführenden Literaturhinweisen der jeweiligen Autoren zum behandelten Thema wurde eine 19-seitige Auswahlbibliographie englisch-, französisch- und deutschsprachiger Literatur zur europäischen Integration erstellt; sie deckt den Zeitraum März 1999 bis Juni 2000 ab. Die Redaktion lag bei Isabelle Tannous von der Forschungsgruppe Europa am Centrum für angewandte Politikforschung in München. (Annotation der 19. Ausgabe siehe ZPol 4/00: 1889 f.)
Inhalt: 1. Die Bilanz: Werner Weidenfeld: Die Bilanz der Europäischen Integration 1999/2000 (13-24); Wolfgang Wessels: Die Europapolitik in der politikwissenschaftlichen Debatte (25-34); Barbara Lippert: Erweiterungspolitik der Europäischen Union (35-46). 2. Die Institutionen der Europäischen Union: Claus Giering: Der Europäische Rat (49-58); Andreas Maurer: Das Europäische Parlament (59-68); Burkard Steppacher: Der Rat der Europäischen Union (69-76); Dietrich Rometsch: Die Europäische Kommission (77-86); Siegfried Magiera / Matthias Niedobitek: Der Gerichtshof (87-92); Siegfried Magiera: Der Rechnungshof (93-96); Otto Schmuck: Der Ausschuss der Regionen (97-102); Wolfgang Schill / Ad van Riet: Europäische Zentralbank (103-106); Susanne Hägele / Wolfgang Wessels: Euro-Gruppe und Wirtschafts- und Finanzausschuss (107-110). 3. Die Politikbereiche der Europäischen Union: Winfried von Urff: Agrar- und Fischereipolitik (113-122); Peter-Christian Müller-Graff / Friedemann Kainer: Asyl-, Einwanderungs- und Visapolitik (123-130); Volker Meinhardt / Bernhard Seidel: Beschäftigungs- und Sozialpolitik (131-134); Ingo Linsenmann: Bildungspolitik (135-138); Volker Nienhaus / Arnd Busche: Binnenmarktpolitik (139-146); Peter Palinkas: Energiepolitik (147-150); Jürgen Turek: Forschungs-, Technologie- und Telekommunikationspolitik (151-154); Walter Deffaa: Haushaltspolitik (155-162); Anke Gimbal: Menschen- und Grundrechte (163-168); Christoph Gusy / Anke Gimbal: Polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit (169-176); Kathleen Toepel: Regionalpolitik und Infrastruktur (177-184); Dagmar Roth-Behrendt / Dirk Detken: Umweltpolitik (185-190); Rolf Dieter: Verkehrspolitik (191-196); Ulrich Schröder: Währungspolitik (197-202); Jürgen Stehn: Wettbewerbs- und Industriepolitik (203-208). 4. Die Aussenpolitik der Europäischen Union: Siegmar Schmidt: Afrikapolitik (211-214); Franco Algieri: Asienpolitik (215-220); Jörg Monar: Außenwirtschaftsbeziehungen (221-228); Karl Wolfgang Menck: Entwicklungspolitik (229-232); Elfriede Regelsberger: Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (233-242); Mathias Jopp: Gemeinsame Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (243-250); Udo Diedrichs: Lateinamerikapolitik (251-256); Sven Behrendt: Nahost- und Mittelmeerpolitik (257-260); Alexander Rahr: Russland und andere GUS-Staaten (261-266); Franz-Lothar Altmann: Südosteuropapolitik (267-272); Stephan Bierling: Transatlantische Beziehungen (273-278). 5. Die politische Infrastruktur: Andreas Kiessling: Europäische Parteien (281-286); Knut Diekmann: Interessenvertretungen bei der Europäischen Union (287-294); Elisabeth Noelle-Neumann / Thomas Petersen: Die öffentliche Meinung (295-300). 6. Die Europapolitik in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union: Christian Franck: Belgien (303-308); Josef Janning: Bundesrepublik Deutschland (309-316); Nikolaj Petersen: Dänemark (317-322); Tuomas Forsberg / Hanna Ojanen: Finnland (323-328); Florence Deloche-Gaudez / Christian Lequesne: Frankreich (329-336); Peter Zervakis: Griechenland (337-342); Brigid Laffan: Irland (343-346); Roman Mahurn: Italien (347-354); Danielle Bossaert: Luxemburg (355-358); Alfred Pijpers: Die Niederlande (359-364); Paul Luif: Österreich (365-372); Maria do Rosário de Moraes Vaz: Portugal (373-378); Rutger Lindahl: Schweden (379-384); Esther Barbé: Spanien (385-392); Helen Wallace: Vereinigtes Königreich (393-400). 7. Die Erweiterung der Europäischen Union: Wim van Meurs: Die baltischen Staaten (403-408); Johanna Deimel: Bulgarien (409-414); Heinz-Jürgen Axt: Malta (415-416); Niels von Redecker: Polen (417-420); Anneli Ute Gabanyi: Rumänien (421-424); Juraj Alner: Slowakei (425-428); Irena Brinar: Slowenien (429-432); Vladímir Handl / Kristina Larischová: Tschechien (433-436); Oya Susanne Abali: Türkei (437-442); András Inotai / Krisztina Vida: Ungarn (443-446); Heinz-Jürgen Axt: Zypern (447-448). 8. Die Europapolitik in anderen europäischen Organisationen: Anke Gimbal: Europarat und Europäische Menschenrechtskonvention (451-458); Heinrich Schneider: Die OSZE im Zusammenhang der europäischen Politik (459-468). 9. Anhang: Mariano Barbato: Chronologie der Europäischen Integration 1999 (471-488); Ingo Linsenmann / Jürgen Mittag: Europa im Internet (489-496); Melanie Morisse-Schilbach: Bibliographie (497-516).
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.1 | 3.5 | 3.3 | 3.7 | 3.6
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Werner Weidenfeld / Wolfgang Wessels (Hrsg.): Jahrbuch der Europäischen Integration 1999/2000 Bonn: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13919-jahrbuch-der-europaeischen-integration-19992000_16681, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16681
Rezension drucken
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
CC-BY-NC-SA