/ 11.06.2013
Beate Binder / Wolfgang Kaschuba / Peter Niedermüller (Hrsg.)
Inszenierung des Nationalen. Geschichte, Kultur und die Politik der Identitäten am Ende des 20. Jahrhunderts
Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 2001 (Alltag & Kultur 7); 332 S.; brosch., 35,69 €; ISBN 3-412-09200-2Ein Teil der Beiträge geht auf eine Konferenz des Instituts für Europäische Ethnologie in Berlin zurück. In der Einleitung betonen denn auch die Herausgeber, die Basis des Bandes sei es, "die Möglichkeiten einer ethnologisch ausgerichteten Nationalismusforschung zu erkunden" (11). Allerdings sollte man nicht verschweigen, dass Kultur oder Symbole nicht eines explizit ethnologischen Ansatzes bedürfen, um Gegenstand der Nationalismusforschung zu werden: sie sind es schon lange. Sie vertiefend zu a...
Beate Binder / Wolfgang Kaschuba / Peter Niedermüller (Hrsg.)
Inszenierung des Nationalen. Geschichte, Kultur und die Politik der Identitäten am Ende des 20. Jahrhunderts
Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 2001 (Alltag & Kultur 7); 332 S.; brosch., 35,69 €; ISBN 3-412-09200-2Ein Teil der Beiträge geht auf eine Konferenz des Instituts für Europäische Ethnologie in Berlin zurück. In der Einleitung betonen denn auch die Herausgeber, die Basis des Bandes sei es, "die Möglichkeiten einer ethnologisch ausgerichteten Nationalismusforschung zu erkunden" (11). Allerdings sollte man nicht verschweigen, dass Kultur oder Symbole nicht eines explizit ethnologischen Ansatzes bedürfen, um Gegenstand der Nationalismusforschung zu werden: sie sind es schon lange. Sie vertiefend zu analysieren, bleibt freilich aufschlussreich.
Inhalt: Perspektiven und Zugänge: Wolfgang Kaschuba: Geschichtspolitik und Identitätspolitik. Nationale und ethnische Diskurse im Vergleich (19-42); Konrad Köstlin: Ethno-Wissenschaften: Die Verfremdung der Eigenheiten (43-63); Orvar Löfgren: Nationale Identitäten und transnationale Bewegungen: Die Pädagogik der Mobilität (64-85); Jonas Frykman: Zur Informalisierung nationaler Identität (86-104). Konzept und Ideologien: Wim van Meurs: Die sowjetische Ethnographie: Jäger oder Sammler? (107-135); Katherine Verdery: Vom Elternstaat zum Familienpatriarchen: Gender und Nation im heutigen Osteuropa (136-166); Peter Niedermüller: Diskurs, Kultur, Politik: Zur Herausbildung der Nationalkultur in Ungarn (167-185); Reinhard Johler / Bernhard Tschofen: "Gelernte Österreicher". Ethnographisches zum Umgang mit nationalen Symbolen (186-208). Symbole und Praktiken: Isabelle de Keghel: Der Wiederaufbau der Moskauer Erlöserkathedrale. Überlegungen zur Konstruktion und Repräsentation nationaler Identität in Russland (211-232); Tamás Hofer: Symbolischer Kampf im Systemwechsel: Der 15. März 1989 in Budapest (233-262); Margit Feischmidt: Symbolische Kämpfe der Nationalisierung. Die Auseinandersetzung um ein Nationaldenkmal im multiethnischen Ort Cluj (263-284); Beate Binder: 50. Wiederkehr des Kriegsendes: Zur Konstruktion der Gedächtnislandschaft Berlin (285-308); Irene Götz: Arbeiten, etwas Leisten, Helfen. Leitmotive nationaler Identifizierung im biographischen Kontext (309-330).
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.23 | 2.62 | 2.4 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Beate Binder / Wolfgang Kaschuba / Peter Niedermüller (Hrsg.): Inszenierung des Nationalen. Köln/Weimar/Wien: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13016-inszenierung-des-nationalen_15595, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 15595
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
CC-BY-NC-SA