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/ 12.06.2013
Peter Jauch / Werner Schmidt

Industrielle Beziehungen im Umbruch. Die Regulierung von Lohn, Gehalt und Arbeitszeit in Deutschland und Großbritannien

München/Mering: Rainer Hampp Verlag 2000; 124 S.; 19,55 €; ISBN 3-87988-504-4
Ist das britische, voluntaristische System der Industriellen Beziehungen besser geeignet, die Anforderungen der Internationalisierung zu bewältigen als das deutsche, als starr geltende System mit seinen Flächentarifverträgen? Zu dieser Frage präsentieren die Autoren die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, die das Tübinger Forschungsinstitut für Arbeit, Technik und Kultur e. V. (FATK) im Rahmen des DFG-Schwerpunktes "Regulierung und Restrukturierung von Arbeit im Spannungsfeld von Globalis...
Peter Jauch / Werner Schmidt

Industrielle Beziehungen im Umbruch. Die Regulierung von Lohn, Gehalt und Arbeitszeit in Deutschland und Großbritannien

München/Mering: Rainer Hampp Verlag 2000; 124 S.; 19,55 €; ISBN 3-87988-504-4
Ist das britische, voluntaristische System der Industriellen Beziehungen besser geeignet, die Anforderungen der Internationalisierung zu bewältigen als das deutsche, als starr geltende System mit seinen Flächentarifverträgen? Zu dieser Frage präsentieren die Autoren die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, die das Tübinger Forschungsinstitut für Arbeit, Technik und Kultur e. V. (FATK) im Rahmen des DFG-Schwerpunktes "Regulierung und Restrukturierung von Arbeit im Spannungsfeld von Globalisierung und Dezentralisierung" gemeinsam mit der Universität Warwick durchgeführt hat. Mit den Arbeitszeiten und den Entgeltregelungen konzentriert sich die Studie auf Kern/index.php?option=com_content&view=article&id=41317 der Arbeitsbeziehungen. Empirische Basis sind schriftliche Firmenbefragungen, Interviews und Statistiken für die Metall- und Elektroindustrie, die Druckindustrie und den Einzelhandel beider Länder. Nicht zuletzt dank dieses Materialumfangs gelingt es den Autoren, in sorgfältiger Abwägung der von ihnen erhobenen Daten ein differenziertes Bild der aktuellen Entwicklung in Deutschland und Großbritannien zu zeichnen. So werden in beiden Ländern Tendenzen aufgezeigt, die dem verbreiteten Bild entgegenstehen: Ansätze zur Re-Regulierung der Arbeitsbeziehungen in Großbritannien, die das Klischee der Flexibilität korrigieren, und die fortgeschrittene Aushöhlung der Flächentarifverträge in Deutschland, die das Klischee der Rigidität korrigieren. Weder "leuchtendes Beispiel" einer erfolgreichen neoliberalen Entwicklung noch "Alptraum" von grenzenloser Ausbeutung, so beurteilen die Autoren abschließend das britische System der Industriellen Beziehungen und sehen hierin die Grundlage für ein informierteres Lernen durch den Vergleich verschiedener nationaler Systeme. Inhalt: 1. Einleitung: Rheinischer und angelsächsischer Kapitalismus: 1.1 Differente Traditionen; 1.2 Internationalisierung; 1.3 Entgelt- und Arbeitszeitregime unter Veränderungsdruck. 2. Industrielle Beziehungen in Deutschland und Großbritannien: 3.1 Die Entwicklung von Entgelt und Arbeitszeit im Überblick; 3.2. Entgelt- und Arbeitszeitregulierung in Deutschland; 3.3 Entgelt- und Arbeitszeitregulierung in Großbritannien.
Karen Jaehrling (KJ)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.2622.3422.61 Empfohlene Zitierweise: Karen Jaehrling, Rezension zu: Peter Jauch / Werner Schmidt: Industrielle Beziehungen im Umbruch. München/Mering: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13597-industrielle-beziehungen-im-umbruch_16291, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16291 Rezension drucken
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