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Einführung in den Themenschwerpunkt

Chance auf ein normales Leben?
De-Radikalisierungsprojekte in der arabischen Welt

Wie kann es gelingen, islamistische Extremisten zu einer Abkehr von Gewalttaten zu bewegen und sie in die Gesellschaft zu reintegrieren? In vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens wurden nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Programme zur De-Radikalisierung aufgelegt. Sie gründen auf der Überlegung, dass die grassierende Radikalisierung nicht mit militärischen Mitteln, sondern mit weicheren, an den individuellen Motivlagen ansetzenden Methoden bekämpft werden muss. Mit diesem kompakten Themenschwerpunkt wollen wir den Blick ganz konkret auf die bisherigen Befunde über De-Radikalisierungsprojekte richten und tiefere Kenntnisse über deren Voraussetzungen, Hindernisse und Erfolgsaussichten vermitteln.

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Digirama

Zwischen Dschihad und dem Wunsch nach Freiheit. Die Lebenssituation junger Menschen in der arabischen Welt

Fragt man, warum sich junge Menschen islamistischen Ideologien hingeben und sich radikalisieren, wird immer wieder die Bedeutung nicht nur der individuell-religiösen Motive, sondern auch die Rolle der sozioökonomischen und politischen Rahmenbedingungen hervorgehoben. Dazu zählen in erster Linie Fragen der Bildung und Ausbildung. Die Perspektivlosigkeit der Jugend – die Mehrheit der Bevölkerung in den arabischen Ländern ist jünger als 25 Jahre – ist ein ernstes und dauerhaftes Problem. Von Belang sind ebenso die (fehlenden) Möglichkeiten für politische Partizipation und gesellschaftliche Anerkennung, die (mangelhafte) Wahrung der Menschenrechte und die (wenigen) Chancen auf wirtschaftliche und persönliche Freiheit. Mit diesem Digitalen Panorama haben wir Informationen über die Lebenswirklichkeit der arabischen Jugend zusammengetragen.

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Forschungsüberblick

Einmal ein Terrorist, immer ein Terrorist?
De-Radikalisierungsprogramme im Nahen und Mittleren Osten

 Panzer mit Marktstand

 „Once a terrorist, always a terrorist“ – diese pauschale Aussage ist so griffig wie falsch, wie Erfahrungen mit Programmen der De-Radikalisierung zeigen. Schätzungsweise 100.000 islamistische Radikalisierte und Terroristen sind in Gefängnissen überall auf der Erde inhaftiert, größtenteils im Nahen und Mittleren Osten sowie in Südostasien, von den Mitgliedern der unzähligen aktiven terroristischen Organisationen ganz zu schweigen: Diese Extremisten zu de-radikalisieren, ihre hearts and minds zu erreichen, gehört unzweifelhaft zu den größten Herausforderungen unserer heutigen Zeit im Kampf gegen den Terror.

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Digirama

Wie funktioniert De-Radikalisierung?
Ein Überblick über Analysen und Erkenntnisse

Mit dieser Übersicht werden Aufsätze, Online-Publikationen sowie Forschungsinstitute und -vorhaben zur De-Radikalisierung islamistischer Gewalttäter in der arabischen Welt vorgestellt. Im Mittelpunkt steht zumeist die von der Forschung noch nicht hinreichend geklärte Frage nach dem Erfolg von De-Radikalisierungsmaßnahmen und den damit verbundenen Anforderungen an derartige Programme. 

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Sammelrezension

Kein Patentrezept
Ansätze der De-Radikalisierung

kinder am zaun

Während über die Radikalisierung und Rekrutierung von islamistischen Extremisten insbesondere seit einem Jahrzehnt intensiv geforscht wird, hat es bis vor Kurzem relativ wenig Literatur zum Thema De-Radikalisierung gegeben. Zwei Studien, die sich als Einstiegs- und Überblickslektüre eignen, werden näher vorgestellt: Während Hamed El-Said verschiedene De-Radikalisierungskonzepte anhand von Länderbeispielen darstellt, fragen Angel Rabasa et al. nach generalisierbaren Kriterien für den Erfolg von De-Radikalisierungsmaßnahmen.

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